Meisterschwanden ruft zur Mithilfe und Bekämpfung der asiatischen Hornisse auf.
asiatische riesenhornisse
Eine asiatische Hornisse. (Archivbild) - Keystone

Der Kanton Aargau richtet sich mit dieser Mitteilung an Imker, Forstbetriebe, Jäger, Natur- und Vogelschutzvereine, Landwirte und die Feuerwehren (mit entsprechenden Ausbildungen) sowie an alle Personen, die einen Beitrag zur Bekämpfung der Asiatischen Hornissen (Vespa velutina) und somit zum Schutz der Honigbienen und anderer Insekten leisten wollen. Auch zeigt er darin das Vorgehen bei einem positiven Fund der Asiatischen Hornisse auf.

Erste Einschleppung in Europa im Jahr 2005

Die Asiatische Hornisse verbreitet sich seit 2005 invasiv über Südfrankreich in die angrenzenden Nachbarländer. Im Jahr 2017 wurden im Kanton Jura die ersten Exemplare der Asiatischen Hornisse gesichtet. Bis ins Jahr 2021 kam es zu mehreren Funden in der Schweiz. Es ist davon auszugehen, dass sich die Asiatischen Hornisse in Europa und auch der Nordwestschweiz weiter ausbreiten wird.

Honig- und Wildbienen in Gefahr

Bienen gehören zur bevorzugten Beute der Asiatischen Hornisse. Durch ihr Auftreten kann es zur Schwächung oder sogar zum Ausfall von Bienenvölkern kommen. Von der Asiatischen Hornisse geht für den Menschen keine höhere Gefahr aus als von einheimischen Hornissen oder Wespen.

Aufruf zur Meldung verdächtiger Nester und Insekten

Um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verhindern, ist eine möglichst frühe Erkennung einer Ansiedlung wichtig. Dabei sind die Behörden auf Meldungen von Personen angewiesen, die sich viel im offenen Gelände und im Wald aufhalten. Im «Informationsblatt zur Wespen-Identifizierung» sind die zur Identifikation notwendigen Informationen enthalten. In den Wintermonaten sind die Nester dank der laublosen Baumkronen gut erkennbar. Im Frühling bauen die Königinnen kleine Vornester an einer geschützten Stelle in Bodennähe.

Nestsuche und Nestentfernung

Beim Nachweis der Asiatischen Hornisse leitet die zuständige Fachstelle des Kantons die Nestsuche in die Wege. Das Auffinden der Nester ist schwierig und oft nur durch direkte Beobachtung von Hornissen am Bienenstock möglich (Beobachtung der Abflugrichtung). Daher werden für das Auffinden von Nestern, wenn möglich, lokale Imkerinnen und Imker um Unterstützung gebeten.

Für die Nestentfernung wird der Kanton, je nach Lage des Nestes, mit spezialisierten Schädlingsbekämpfungsfirmen und/oder den zuständigen Feuerwehren zusammenarbeiten. Eine Bekämpfung der Asiatischen Hornisse darf nur in Absprache mit der zuständigen Behörde erfolgen. Eine versehentliche Bekämpfung der einheimischen Hornisse (vespa crabro) soll vermieden werden. Für den Einsatz von Insektiziden ist zudem eine Fachbewilligung notwendig.

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