Aadorf budgetiert 2027 einen Ertragsüberschuss
Aadorf rechnet 2027 mit einem Ertragsüberschuss und mehr Steuereinnahmen. Geplant sind Nettoinvestitionen von 7,3 Millionen Franken bei 61 Prozent Steuerfuss.

Wie die Gemeinde Aadorf mitteilt, präsentiert sich das Budget 2027 der Politischen Gemeinde Aadorf bei der Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss. Auf der Ertragsseite wird mit höheren Steuereinnahmen gerechnet, gleichzeitig steigt der Aufwand gegenüber dem Vorjahr in einzelnen Bereichen deutlich an.
Die Investitionsrechnung sieht Nettoinvestitionen von rund 7,3 Millionen Franken vor, davon 3,9 Millionen Franken. für das neue Feuerwehr- und EW-Gebäude. Ein Blick auf die Erfolgsrechnung zeigt, dass der Aufwand im Jahr 2027 gegenüber dem Budget 2026 nochmals zugenommen hat. Insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Soziales sind verschiedene Kostensteigerungen zu verzeichnen.
Dazu zählen unter anderem der höhere Gemeindeanteil an der Prämienverbilligung, höhere Beiträge an die gemeindeeigene Spitex sowie der Wegfall der Globalpauschale für Geflüchtete aus der Ukraine, welche der Bund bisher an die Gemeinden ausgerichtet hat. Aufgrund von Anpassungen beim Schutzstatus S fallen Personen aus der Ukraine, die seit Februar 2022 in der Schweiz leben und ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, ab März 2027 vollständig in die kommunale Sozialhilfe.
Die grösste Veränderung betrifft die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen. Die Kantonale Steuerverwaltung rechnet per 2027 mit ausserordentlich hohen Mehrerträgen. Diese optimistische Haltung teilt der Gemeinderat, was für die Gemeinde Aadorf zusätzliche Einnahmen von rund einer Million Franken bedeutet.
Aadorf investiert weiter und verzichtet auf Schuldenabbau
In der Investitionsrechnung sind neben dem neuen Feuerwehr- und EW-Gebäude drei grössere Strassenbauprojekte vorgesehen: die Sanierung der Industriestrasse in Aadorf, die Sanierung der Gemeindestrasse in Tänikon sowie der Kostenanteil an der Sanierung der Kantonsstrasse in Guntershausen.
Der Gemeindesteuerfuss von 61 Prozent bleibt weiterhin unverändert. Aufgrund der umfangreichen Investitionstätigkeit wird im kommenden Jahr kein Schuldenabbau möglich sein.









