Wie die Gemeinde Bad Ragaz berichtet, wurde beim Astra der Antrag gestellt, die Autobahnausfahrten entlang der A13 während der Stosszeiten zu sperren.
Blick vom Hotel Schloss Wartenstein Richtung Bad Ragaz und Umgebung.
Blick vom Hotel Schloss Wartenstein Richtung Bad Ragaz und Umgebung. - Nau.ch / Simone Imhof

Der Gemeinderat Bad Ragaz stellte beim Astra den Antrag, die Autobahnausfahrten (Chur bis Sargans) entlang der A13 während den Stosszeiten und bei Stausituationen auf der Autobahn zu sperren und so den Ausweichverkehr durch die Dörfer zu unterbinden. Zudem hat der Gemeinderat Bad Ragaz diese Thematik auch bei der Region Sarganserland-Werdenberg (RSW) vorgebracht, um ein vereintes Vorgehen in die Wege zu leiten.

Vertreter der Regionen Viamala, Imboden, Plessur, Landquart und Sarganserland trafen sich kürzlich bezüglich Überlastung der Nationalstrasse A13 und dem Ausweichverkehr durch Dörfer sowie die Stadt Chur als unmittelbare Folge. Gemeinsam wurde die Situation analysiert und ein vereintes Vorgehen gestärkt.

Im Jahr 2022 findet ein Treffen der Gemeinden entlang der A13 und der Stadt Chur mit Kantonspolizei und Tiefbauamt des Kantons Graubünden und dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) statt.

Viele Probleme sind bekannt

Die Thematik ist schon länger bekannt und ein Ärgernis in vielen Ortschaften. An Wochenenden führt der Verkehr regelmässig zu Staus und hohem Verkehrsaufkommen auf der Autobahn A13 von Rothenbrunnen bis Murg.

Dies verleitet dazu, dass Autofahrer vermehrt den «Schleichweg» durch Bündner und Sarganserländer Ortschaften wählen. Dies wiederum bringt die kommunalen Verkehrssysteme zum Kollaps und führt zu Unmut bei der Wohnbevölkerung.

Vermehrt wird von der Gefahr berichtet, dass Blaulichtorganisationen aufgrund der Verkehrssituation ihre Funktionen am Wochenende nicht mehr adäquat wahrnehmen können, Busse nicht mehr zeitgerecht verkehren und die Wohnqualität der einheimischen Bevölkerung sinkt.

Das weitere Vorgehen wurde diskutiert

Diverse Behördenvertreter sowie Politiker aus den betroffenen Gemeinden und der Stadt Chur wandten sich in den letzten Monaten wiederholt an die Kantonsregierungen sowie an das Astra und ersuchten um Lösungsvorschläge und die Erarbeitung von Massnahmen – bislang ohne Erfolg.

Da es sich um einen überregionalen und interkantonalen Sachverhalt handelt, trafen sich die Vertreter der Regionen Viamala, Imboden, Plessur, Landquart und Sarganserland zum Austausch vor den bevorstehenden Festtagen 2021 und dem vorhersehbaren Verkehrsaufkommen.

Ziel der Sitzung war es, sich gegenseitig über die aktuelle Situation zu informieren und Optionen sowie das weitere Vorgehen zu diskutieren sowie zu koordinieren.

Massnahmen gefordert

Mit Wohlwollen nahmen die betroffenen Gemeinden und Regionen zur Kenntnis, dass die Kantonspolizei Graubünden und das Astra Ende November 2021 informierten, im Jahr 2022 ein Treffen mit dem kantonalen Tiefbauamt, dem Astra sowie den Gemeinden entlang der A13 einzuberufen.

Die Regionen von Viamala bis an den Walensee erwarten vom Austausch, dass die Problematik seitens der Kantone Graubünden und St. Gallen und vom Bund anerkannt wird und nachhaltige, ganzheitliche, interkantonale Lösungsvorschläge aufgezeigt und ein konkretes weiteres Vorgehen skizziert werden.

Die betroffenen Gemeinden, die Stadt Chur sowie die Regionen werden das Thema «A13-Ausweichverkehr» weiterhin aktiv bearbeiten. Sie vertreten über 147’500 Einwohner in 46 Gemeinden und fünf Regionen.

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