«Kein 50‑Grad-Sommer!»: Kollektiv lädt zu Klimademo in Luzern
Gemeinsam mit den Jungen Grünen Luzern der JUSO Luzern und den Klimagrosseltern organisiert der Klimastreik Zentralschweiz am 25.9. in Luzern eine Klimademo.

Der Sommer ist noch nicht vorbei, und in der ganzen Schweiz fallen die Blätter, die Flüsse sind leer und die Felder leiden. Klimakatastrophen häufen sich – in der Schweiz wie auch weltweit. Doch die Schweizer Regierung, allen voran Umweltminister Albert Rösti, unternimmt nichts gegen die zunehmenden extremen Hitzewellen.
Deshalb organisiert der Klimastreik Zentralschweiz gemeinsam mit den Jungen Grünen Luzern der JUSO Luzern und den Klimagrosseltern auch in Luzern eine Klimademo.
Die Klimakrise ist hier und stärker denn je auch in Europa zu spüren. Der Sommer 2026 wird in die Geschichtsbücher eingehen. Im Hitzesommer 2018 erlebte die Schweiz im Schnitt 16 Hitzetage – dieses Jahr sind es bereits weit über 40! Für das Kollektiv aus Klimastreik Zentralschweiz, Junge Grüne Luzern, JUSO Luzern und Klimagrosseltern Zentralschweiz ist klar: Wir werden nicht tatenlos zusehen, der Bund und die Kantone müssen jetzt handeln.
«Wir wollen keinen 50‑Grad-Sommer», erklärt Lia Bachmann, Vorstandsmitglied der JUSO Luzern. «Und gleichzeitig wird das wohl einer der kühleren Sommer unseres Lebens sein.»
Während das Land der Bauer und Bäuerinnen durch die Dürre zerstört wird, vulnerable Personen unter der Hitze leiden oder gar sterben und die Ökosysteme nachhaltig geschädigt werden, streicht Rösti Mittel zur Förderung eines klimatauglichen Waldes und im UVEK wird die Verwendung des Begriffs «Klimawandel» unterdrückt.
«Während in klimatisierten Büros darüber diskutiert wird, welche Begriffe anstelle von Klimawandel und Biodiversität verwendet werden sollen, arbeiten Personen bei 40 Grad auf der Baustelle und Kinder müssen bei 35 Grad im stickigen Klassenzimmer sitzen», meint Nadja Carver, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Luzern.
«Die Klimakrise trifft nicht alle gleichermassen, das sehen wir auf der nationalen, aber auch internationalen Ebene. Während jene, welche am meisten Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten haben, sich am besten vor den Auswirkungen der Klimakrise schützen können, trifft es die anderen um so härter», erklärt sie weiter.
Beim Sorgenbarometer der UBS bleibt der Klimawandel auf Platz 2, und nichtsdestotrotz hören unsere Regierungen nicht hin. Deshalb rufen wir als Kollektiv zum Protest auf.
Am 25. September machen wir auf Luzerns Strassen deutlich: Wir wollen keinen 50‑Grad-Sommer! Die Klimademo beginnt mit dem Eintrudeln auf dem Theaterplatz ab 18.15 Uhr. Um 18.30 Uhr starten die Reden. Anschliessend führt uns die Demo durch die Altstadt und am See entlang bis ins Vögeligärtli. Für den Klimastreik ist klar: «Wir werden nicht ruhig sein, bis endlich wirksame Massnahmen gegen die Klimakrise ergriffen werden und nicht nur Symptombekämpfung betrieben wird.» Das Klimastreik-Kollektiv ruft deshalb alle Gleichgesinnten zur Solidarität auf. «Werden wir gemeinsam laut für unsere Zukunft!», so Bachmann.






