Kanton Luzern: Erstmals über eine Million Pflegestunden bei der Spitex
Im Kanton Luzern wurden 2025 gut 15'500 Personen ambulant betreut. Die Zahl der geleisteten Pflegestunden überschritt erstmals die Millionengrenze.

Die Zahl der Klienten/-innen hat sowohl im Bereich der Pflege als auch in der Hauswirtschaft und Sozialbetreuung zugenommen. Rund jede fünfte 80-jährige oder ältere Person wurde ambulant pflegerisch betreut.
Die Zahl der geleisteten Pflegestunden überschritt erstmals die Millionengrenze, wie LUSTAT im neuen Webartikel ausführt.
2025 wurden im Kanton Luzern gut 15'500 Personen von Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen betreut. Sowohl in der Pflege als auch in der Hauswirtschaft und Sozialbetreuung nahm die Zahl der Klienten/-innen gegenüber dem Vorjahr zu. Insgesamt wurden in der ambulanten Pflege rund 1,42 Millionen Leistungsstunden erbracht. Das sind 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der geleisteten Pflegestunden hat dabei erstmals die Millionengrenze überschritten.
Anteil der Leistungserbringer ohne Versorgungspflicht erneut gewachsen. Die rund 15'500 Luzerner Klienten/-innen wurden von 133 Spitex-Organisationen und selbständigen Pflegefachpersonen betreut. Gut zwei Drittel dieser Betreuung wurde von 30 Spitex-Organisationen mit Versorgungspflicht geleistet und knapp ein Viertel von 48 Spitex-Organisationen ohne Versorgungspflicht und 44 selbständigen Pflegefachpersonen.
Die Zahl der Leistungserbringer in der ambulanten Hilfe und Pflege ist im Kanton Luzern 2025 weiter gestiegen. Neu kamen mehrheitlich Spitex-Organisationen ohne Versorgungspflicht und selbständige Pflegefachpersonen hinzu. Deren Klientenvolumen stieg in der Pflege gegenüber dem Vorjahr um 25,7 respektive um 31,4 Prozent.
Pflegeleistung pro Klient/in bei Spitex-Organisationen ohne Versorgungspflicht wieder gestiegen. Ein Einsatz in der ambulanten Pflege dauerte 2025 durchschnittlich 5,6 Monate und beanspruchte im Schnitt 85 Pflegestunden pro Klient/in. Etwas weniger als die Hälfte der Pflegestunden entfielen auf Personen im Alter von 80 und mehr Jahren (45,4%).
Besonders intensive Pflegefälle werden häufig von Spitex-Organisationen ohne Versorgungspflicht betreut. Auch 2025 war die Pflegeleistung pro Klient/in dieser Organisationen mit durchschnittlich 189 Stunden deutlich höher als bei den Organisationen mit Versorgungspflicht (66 Std.).
25 Medienmitteilung SEITE 2 Starker Zuwachs bei Personal mit Pflege- oder Betreuungskurs Im Kanton Luzern waren 2025 gut 3'440 Personen in Spitex-Organisationen (inkl. Leitung und Administration) oder als selbständige Pflegefachpersonen tätig. Ihr Beschäftigungsvolumen belief sich auf insgesamt 1'406 Vollzeitäquivalente (VZÄ).
Seit 2019 haben pflegende Angehörige die Möglichkeit, sich von einer Spitex-Organisation anstellen zu lassen. Voraussetzung dafür ist mindestens die Absolvierung eines Pflege-/Betreuungskurses. Der deutliche Anstieg beim Personal mit dieser Qualifikation setzt sich fort: 2025 nahm ihr Beschäftigungsvolumen um 62,5 Prozent auf gut 157 VZÄ zu.
Der Anteil am gesamten Beschäftigungsvolumen stieg damit auf 12,9 Prozent.
Steigende Pflegeintensität bei den 65- bis 79-Jährigen. 2025 wurden im Kanton Luzern 2,8 Prozent der gesamten Wohnbevölkerung von einem ambulanten Leistungserbringer pflegerisch betreut. In der Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren bezogen 20,8 Prozent ambulante Pflegeleistungen. Bei den 65- bis 79-Jährigen waren es 5,2 Prozent.
In letzterer Altersgruppe stieg die Pflegeintensität pro Klient/in gegenüber dem Vorjahr um 15,5 Prozent.
Frauen bezogen öfter ambulante Pflege als Männer. Ein möglicher Grund dafür ist, dass Frauen im höheren Alter seltener auf die Unterstützung eines Partners zurückgreifen können als Männer.






