Beschwerden verzögern das umstrittene Hochwasserschutzprojekt an der Reuss zwischen Emmen und der Kantonsgrenze.
Mobiler Hochwasserschutz - Keystone
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Innerhalb der Rechtsmittelfrist sind sechs Beschwerden gegen das Projekt eingereicht worden. Sie sei überzeugt, dass das Reuss-Projekt ausgewogen sei und den gesetzlichen Vorgaben entspreche, teilte die Luzerner Regierung am Donnerstag, 21. Juli 2022, mit. Sie sei auch zuversichtlich, dass das Projekt durch das Kantonsgericht gestützt werde und hoffe, dass der dringend notwendige Hochwasserschutz baldmöglichst gewährleistet werde.

Erst wenn die Projektbewilligung rechtskräftig ist, kann der Baukredit dem Kantonsrat und danach dem Volk vorgelegt werden.

Die Bauzeit für das Reuss-Projekt beträgt voraussichtlich rund zwölf Jahre. Vorgesehen ist, die Reuss auf einer 13 Kilometer langen Strecke zu verbreitern und mit Schutzbauten auszustatten. Mit den 195 Millionen Franken teuren Investitionen sollen Schäden von bis zu 600 Millionen Franken verhindert werden.

Zum Projekt gehört auch eine ökologische Aufwertung der Flusslandschaft. Das Bett wird aufgeweitet, was über 30 Hektaren Fruchtfolgeflächen in Anspruch nehmen wird. Dieser Landverbrauch stösst bei Landwirten auf Kritik. Das ursprüngliche Projekt von 2016 war deswegen überarbeitet worden.

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