Das Museum Bellpark in Kriens LU zeigt bis am 7. November Porträts des Schweizer Fotografen Andri Pol. Zu sehen sind in der Ausstellung «Un_Bekannt» auch frühe Bilder, so eine Serie mit Schweizer Knechten und Mägden.
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Ein Fotograf. (Symbolbild) - Pixabay

Die Vernissage der neuen Ausstellung fällt auf den 60. Geburtstag von Andri Pol. Pol wuchs im Wallis auf, begann in Bern ein Studium der Kunstgeschichte, entschied sich aber dann für eine Zeichenlehrerausbildung an der Schule für Gestaltung in Luzern.

Seit über 30 Jahren arbeitet Pol als freischaffender Fotograf. Seine Bilder wurden in der Zeitschrift «Geo», im «Stern», in den Magazin-Beilagen des «Tages-Anzeiger», der «Süddeutschen Zeitung» oder der «Zeit» abgedruckt.

Für das Museum Bellpark ist Pol einer der wichtigsten Schweizer Fotografen der Gegenwart. Seine Bilder seien Teil des visuellen Gedächtnisses der Schweiz, teilte es zur Ausstellungseröffnung vom Freitag mit. Er habe eine Bildsprache etabliert, die die Reportagefotografie grundlegend veränderte habe.

In seinen Porträts bildet Pol die Personen nicht in Posen ab. Er lässt sich Zeit und sucht das Vertrauen, bevor er die Kamera hervorholt und abdrückt. Pol sei ein Meister der Interaktion, schreibt das Museum Bellpark.

In Kriens sind auch Porträts zu sehen, die Pol im Rahmen von Reportagen machte. Pol arbeitete in der letzten Zeit auch sein Archiv auf. Die Ausstellung profitiere von diesem Zurückschauen, erklärte das Museum. So seien mit Bildern von Knechten und Mägden bisher kaum gezeigte Arbeiten aus seinem Frühwerk zu sehen.

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