Kirchberg (SG)

    Per Notrecht: Ersatzbrücke über Thur im Eiltempo gebaut

    Nach der Sperrung der maroden Mühlaubrücke wurde Mitte Juni eine provisorische Rohrleitungsbrücke über die Thur gebaut. Die Gasleitung ist wieder in Betrieb.

    Landschaftsaufnahme in Kirchberg (SG).
    Landschaftsaufnahme in Kirchberg (SG). - Nau.ch / Simone Imhof

    Wie die Gemeinde Kirchberg SG berichtet, stand nach der Sperrung der einsturzgefährdeten Mühlaubrücke die Sicherung der an der Brücke befestigten Gasleitung im Vordergrund. Mitte Juni wurde unter Anwendung des Notrechts eine provisorische Rohrleitungsbrücke erstellt. Die Gasleitung konnte anschliessend verlegt, an das bestehende Netz angeschlossen und wieder in Betrieb genommen werden.

    An der einsturzgefährdeten Mühlaubrücke war eine Gasleitung befestigt, von der die Gasversorgung im Toggenburg abhängig ist. Nachdem die Brücke gesperrt werden musste, hatte die Sicherung dieser Leitung höchste Priorität.

    Am 10. Juni 2026 konnte erfolgreich eine provisorische Rohrleitungsbrücke über die Thur gelegt werden. Danach wurde die Gasleitung in das vorgesehene Rohr eingezogen, an das bestehende Netz angeschlossen und wieder in Betrieb genommen.

    Da für die Verlegung der Gasleitung das Notrecht des Bundes angewendet werden konnte, war es möglich, die provisorische Rohrleitungsbrücke und die Verlegung der Gasleitung innerhalb kurzer Zeit umzusetzen.

    Nutzung für weitere Leitungen wird geprüft

    Derzeit laufen Abklärungen, ob die provisorische Rohrleitungsbrücke auch für weitere Werkleitungen genutzt werden kann. Dafür kann das Notrecht jedoch nicht angewendet werden, weshalb die ordentlichen Verfahren zum Einsatz kommen.

    Ob die Bewilligungen für zusätzliche Leitungsverlegungen erteilt werden können, ist derzeit noch offen. Für eine gemeinsam mit einer Gasleitung genutzte Brücke gelten hohe und anspruchsvolle Vorgaben des Bundesamts für Energie sowie des Eidgenössischen Rohrleitungsinspektorats.

    Ob die provisorische Rohrleitungsbrücke künftig auch für Fussgängerinnen und Fussgänger nutzbar gemacht werden kann, wird aktuell geprüft. Eine Zusage liegt derzeit noch nicht vor. Sollte eine solche Nutzung möglich werden, müsste zunächst die Finanzierung geklärt werden.

    Die Gemeinden Kirchberg und Lütisburg informieren die Bevölkerung weiterhin laufend über die weiteren Entwicklungen.

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