Wie die Gemeinde Lütisburg mitteilt, gilt seit 3. Januar 2022 eine Maskenpflicht ab der 4. Klasse. Die Massnahme gilt vorderhand unbefristet.
Gemeindehaus in Lütisburg.
Gemeindehaus in Lütisburg. - Nau.ch / Simone Imhof

Am 28. Dezember 2021 hat der Bildungsrat auf Empfehlung des Kantonsarztamtes eine Maskenpflicht ab der 4. Klasse verfügt. Diese gilt seit dem Montag, 3. Januar 2022. Damit wird der raschen Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus Rechnung getragen.

Mit der Ausdehnung der Maskenpflicht auf die Mittelstufe will der Kanton möglichst verhindern, dass Klassen oder Schulen wegen gehäufter Fälle von Isolation und Quarantäne den Präsenzunterricht unterbrechen müssen. Die Massnahme gilt vorderhand unbefristet. Der Bildungsrat wird die Lage laufend weiter beobachten und die Maskenpflicht wieder aufheben, sobald es die epidemiologische Lage zulässt.

Die Maskenpflicht gilt für alle Fächer und Unterrichtsformen

Keine Maske tragen müssen die Kinder in der Pause und im Sportunterricht (Kontaktsportarten werden vermieden).

Die Maskenpflicht gilt auch für Geimpfte und Genesene. Eine Befreiung von der Maskenpflicht ist - ausser aus medizinischen Gründen (ärztliche Dispens) - nicht möglich. Die Masken werden von der Schule zur Verfügung gestellt. Den Kindern steht es frei, privat beschaffte Masken zu tragen.

Die Maskenpflicht hat zu Reaktionen von Eltern geführt. Auch beim Bildungsdepartement haben sich Eltern und Lehrpersonen gemeldet. Den einen gehen die Massnahmen zu weit, den anderen zu wenig weit.

Das Bildungsdepartement hat sich am Vorabend vor dem Schulstart nochmals an alle Schulen gewendet und klar festgehalten, dass die vom Bildungsrat verfügte Maskenpflicht rechtsgültig und ihr Vollzug nicht verhandelbar ist. Die Schulpflicht gilt weiterhin.

Das Bildungsdepartement betonte zudem, dass die Massnahmen in den Schulen immer sorgfältig abgewogen werden. Es wies auch darauf hin, dass das Tragen einer Maske für die Kinder als gesundheitlich unbedenklich gilt.

Bundesamt für Gesundheit oder die Organisation der Kinderärzte

Diese Einschätzung vertreten beispielsweise das Bundesamt für Gesundheit oder die Organisation der Kinderärzte in der Schweiz. Das Kinderspital Zürich hat dazu ein Merkblatt verfasst (Merkblatt «Coronavirus (CO-VID-19): Masken tragen für Kinder und Jugendliche», Stand 20. Dezember 2021).

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