Wie die Gemeinde Rain berichtet, müssen laut Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF) 43 Asylsuchende in Rain aufgenommen werden.
Gemeindeverwaltung Rain.
Gemeindeverwaltung Rain. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel
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Aufgrund des Krieges in der Ukraine sind seit März 2022 viele Menschen in die Schweiz geflohen und haben in der Schweiz Schutz gesucht. Der Bundesrat hat entschieden, den Personen aus der Ukraine eine unbürokratische Aufnahme zu ermöglichen und ihnen den Schutzstatus S zu gewähren.

Dieser ist auf ein Jahr befristet und rückkehrorientiert. Bisher haben bereits über 55'000 Menschen diesen Status erhalten. Die Situation in der Ukraine bleibt unberechenbar. Nach wie vor kommen wöchentlich rund 100 Personen mit Schutzstatus S in den Kanton Luzern.

Mit zunehmender Dauer verschärft sich die Unterbringungssituation weiter. Die sehr herausfordernde Lage führt dazu, dass die Gemeinden aufgefordert wurden, Wohnraum für die Flüchtlinge bereitzustellen.

Gemeinde ist auf Unterstützung der Bevölkerung angewiesen

Die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF) hat die Zuweisung an die Gemeinden übernommen. Für die Gemeinde Rain bedeutet dies, dass 43 Asylsuchende aufgenommen werden müssen.

Im Extremfall, wenn keine Plätze zur Verfügung gestellt werden können, muss die Gemeinde ab dem siebten Monat eine Ersatzabgabe von 40 Franken pro Person und Tag bezahlen, das bedeutet pro Jahr für 43 Personen 627'800 Franken.

Für die ersten Monate eins bis sechs gelten reduzierte Ansätze. Der Gemeinderat ruft daher alle Wohnungseigentümer dazu auf, leer stehenden Wohnraum zu melden. Der Kanton Luzern ist der Mieter der Wohnung und auch für die Einrichtung zuständig.

Betreut werden die Flüchtlinge durch die Wohnbegleitung der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen DAF. Da die vorhandene Asylunterkunft der Gemeinde dazu nicht ausreicht, ist die Gemeinde Rain auf Unterstützung und Solidarität angewiesen.

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