Stein AR: Steuerfuss soll 2027 um 0.2 Einheiten steigen
In Stein AR will der Gemeinderat den Steuerfuss auf 3.90 Einheiten erhöhen. Der Voranschlag 2027 kommt am 29. November 2026 zur Abstimmung.

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 7. Oktober 2026 den Voranschlag 2027 zuhanden der Stimmbürgerschaft verabschiedet. Bei einem Gesamtaufwand von CHF 9'459'640 und einem Gesamtertrag von CHF 9'135'970 wird mit einem Aufwandüberschuss von CHF 323'670 gerechnet. Dieses Ergebnis wird bei der Erhöhung des Steuerfusses um 0.2 Einheiten auf insgesamt 3.90 Einheiten erreicht.
Die Erarbeitung von diversen Einsparungsmöglichkeiten hat nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Die enormen finanziellen Belastungen von Seiten des Bundes und des Kantons, insbesondere die stetig steigenden Kosten im Gesundheitsbereich, auf welche die Gemeinde kaum Einfluss hat, zwingen den Gemeinderat, auf das im vergangenen Jahr erklärte Ziel, eine Steuererhöhung frühestens gemeinsam mit der Vorlage der Schulareal-Entwicklung vorzuschlagen, zurückzukommen und eine Steuererhöhung von 0.2 Einheiten bereits auf das Jahr 2027 vorzuziehen. Der Gemeinderat erachtet es aufgrund der Abschlüsse der letzten Jahre als vertretbar, den im Voranschlag nach wie vor ausgewiesene Aufwandüberschuss über das Eigenkapital-Konto auszugleichen.
Die Investitionsrechnung sieht Nettoinvestitionen in der Höhe von CHF 1'360'000 vor.
Der Voranschlag 2027 kommt am 29. November 2026 zur Abstimmung. Um die Stimmbürger umfassend zu informieren, wird der Voranschlag vor der Abstimmung an alle Haushalte verschickt. Zusätzlich zum Voranschlag wird auch der Aufgaben- und Finanzplan (AFP) präsentiert.
Der AFP stellt ein bedeutendes Planungsinstrument dar, ist jedoch nicht Bestandteil der Abstimmungsvorlage.
Am Mittwoch, 4. November 2026, um 20.00 Uhr, findet in der Mehrzweckanlage Schachenweid eine öffentliche Orientierungsversammlung mit folgendem Inhalt statt:
Strassenverkehrs- und Sicherheitszentrum Appenzell Ausserrhoden (SSZAR)
Voranschlag 2027
Bauliche Entwicklung Schulareal Stein AR
Der Gemeinderat freut sich auf zahlreiches Erscheinen.
Abschaffung Angebot der nichtbiometrischen Identitätskarte ab 1. Januar 2027
Ende 2026 wird in der Schweiz eine biometrische Identitätskarte eingeführt. Die biometrische Identitätskarte wird analog zum biometrischen Reisepass mit einem Chip versehen sein, der die persönlichen Daten, ein Foto und Fingerabdrücke enthält. Diese Daten können durch die Gemeinde nicht erfasst werden, weshalb die neue biometrische Identitätskarte wie der biometrische Reisepass ebenfalls beim Passbüro in Herisau beantragt werden kann.
Seitens Gemeinde wird mit einer starken Abnahme der Anträge für nicht biometrische Identitätskarten gerechnet, weshalb das Angebot der Einwohnerkontrolle per 31. Dezember 2026 eingestellt wird.
Rücktritte aus den Kommissionen
Brigitte Schroeder Frick hat per Ende Amtsjahr 2026/27 den Rücktritt aus der Schulkommission gegeben. Sie wurde per 1. Juni 2022 in die Schulkommission gewählt und hat sich in den letzten Jahren engagiert in verschiedenen Themen und Projekten eingebracht.
Ernst Preisig tritt nach dreissig Jahren als Mitglied der Abstimmungskommission per Ende des aktuellen Amtsjahres 2026/27 zurück. Er hat in dieser Zeit Abstimmungen zu zahlreichen eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Vorlagen miterlebt und die Auszählung diverser Gesamterneuerungswahlen sehr gewissenhaft begleitet.
Der Gemeinderat dankt den Zurücktretenden herzlich für Ihren Einsatz zu Gunsten der Bevölkerung und der Gemeinde Stein AR.










