In Teufen AR ist weiterhin unklar, wie die Stecke der Appenzeller Bahnen aussehen wird, für die es einen Doppelspurausbau braucht. Im Mai 2022 stimmt die Gemeinde über eine Initiative ab, die ein Tunnelprojekt verlangt.
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Die Kirche im Dorf Teufen AR. - tuefen.ch

Die IG «Tüüfner Engpass» wehrt sich seit längerem gegen Pläne des Bundesamtes für Verkehr (BAV) und der Appenzeller Bahnen, die Bahnstrecke in Teufen oberirdisch auf eine Doppelspur auszubauen. Nachdem der Gemeinderat kürzlich eine Initiative der IG für gültig erklärt hat, in der als Alternative ein Tunnelprojekt verlangt wird, kommt es im Mai zur Abstimmung.

Den geplanten Ausbau auf zwei Spuren in Teufen braucht es, um den Halbstundentakt im S-Bahn-Verkehr und den Viertelstundentakt im Abschnitt Trogen-Teufen zu erreichen, sowie für optimale Anschlüsse an die Intercity-Züge in St. Gallen.

Für BAV und Appenzeller Bahnen ist die einzige Lösung eine oberirdische Kreuzungsmöglichkeit im Raum Sternen/Stofel bis zum Bahnhof Teufen. Dies war das Ergebnis einer im September vorgestellten «Korridorstudie».

Für die IG sind die Ziele auch mit einem einspurigen Tunnel und allenfalls einer Kreuzungsmöglichkeit erreichbar. Die Mehrkosten von 35 Millionen Franken seien absolut tragbar, heisst es in der Mitteilung der IG vom Dienstag. Nun müsse der Gemeinderat die Planungszone für Tunnel und Kreuzung sichern, «um die Option einer Tunnellösung nicht durch Unterlassungen zu gefährden».

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