Baustart für Glühwürmchen-Höhle verschiebt sich um ein Jahr
Der Walter Zoo verschiebt den Baustart für das Artenschutzhaus mit Glühwürmchenhöhle um ein Jahr. Von 16,79 Millionen Franken sind 9,51 Millionen gesichert.

Was vor einigen Jahren als Vision begann, nimmt zunehmend Gestalt an: Das neue Artenschutzhaus mit Glühwürmchenhöhle im Walter Zoo soll Menschen für bedrohte Arten und die faszinierende Welt biolumineszierender Lebewesen begeistern. Gleichzeitig vermittelt es Wissen über die Biolumineszenz sowie über die Bedeutung natürlicher Dunkelheit und deren Schutz.
In den vergangenen Monaten wurden wichtige Meilensteine erreicht. Was lange Zeit vor allem auf Konzepten und Planungen beruhte, wird nun sowohl in der wissenschaftlichen Erforschung als auch in der praktischen Arbeit mit den Glühwürmchen sichtbar.
Hinter den Kulissen des Walter Zoos wurde eine kleine Sandsteinhöhle errichtet. Dort konnte mit einigen Larven erstmals eindrücklich beobachtet werden, wie das natürliche Leuchten unter kontrollierten Bedingungen sichtbar wird. Dieses faszinierende Licht ist weit mehr als ein Forschungserfolg: Es zeigt, dass die Vision eines Artenschutzhauses mit Glühwürmchen realisierbar ist.
«Die Zucht von Glühwürmchen bleibt anspruchsvoll und bewegt sich in vielen Bereichen wissenschaftlich noch im Neuland. Gerade deshalb ist das Projekt von besonderer Bedeutung. Die gewonnenen Erkenntnisse schaffen Grundlagen, die weit über den Zoo hinaus Wirkung entfalten können – für die Forschung, den Artenschutz und das Verständnis eines sensiblen Ökosystems», erklärt Karin Federer, Vorsitzende der Geschäftsleitung und Direktorin des Walter Zoos.
Von den insgesamt CHF 16,79 Mio. Projektkosten sind derzeit rund CHF 9,51 Mio. gesichert. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Für die vollständige Finanzierung fehlen noch rund CHF 7,28 Mio. Die Mittelbeschaffung gestaltet sich anspruchsvoller als ursprünglich erwartet.
Die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen und Sparmassnahmen bei der öffentlichen Hand können zudem die Möglichkeiten für Unterstützungsbeiträge beeinflussen. Vor diesem Hintergrund wurde der geplante Baustart um ein Jahr verschoben.
Das Ziel bleibt unverändert: Im Walter Zoo soll ein einzigartiger Ort entstehen, der weit über die Region hinaus Strahlkraft entwickelt, Menschen für den Artenschutz begeistert, Wissen vermittelt und einen konkreten Beitrag zum Erhalt bedrohter Arten leistet. Die bisherigen Fortschritte zeigen, dass diese Vision Schritt für Schritt Realität wird.











