Andwil SG: Ein Andwiler gründete den Freundeskreis Magdenau
Der Freundeskreis Kloster Magdenau besteht seit 30 Jahren. Gegründet hat ihn Albert Schwendimann, der frühere Gemeindepräsident von Andwil SG.

Wenn der Freundeskreis Kloster Magdenau in diesem Jahr auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblickt, führt eine seiner wichtigsten Spuren direkt nach Andwil. Denn die Entstehung des Freundeskreises ist eng mit einem bekannten Andwiler verbunden: Albert Schwendimann, Initiant und erster Präsident des Vereins. Am 17. Oktober 2016 ist der 89-jährige gestorben.
Anlässlich des 750-Jahr-Jubiläums des Klosters Magdenau im Jahr 1994 entstand die Idee, einen Freundeskreis ins Leben zu rufen, der das Kloster und den Erhalt seines geistlichen und kulturellen Erbes langfristig unterstützen sollte. Albert Schwendimann gehörte zu den treibenden Kräften hinter diesem Vorhaben. Ende 1995 wurde der Freundeskreis Kloster Magdenau als gemeinnütziger Verein gegründet – mit Schwendimann als Gründungspräsidenten.
Ein Andwiler mit grossem Wirkungskreis
Albert Schwendimann war in Andwil tief verwurzelt und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Er war langjähriger Andwiler Gemeindepräsident, gehörte von 1960 bis 1984 dem St. Galler Kantonsrat an und stand diesem im Amtsjahr 1983/84 als Kantonsratspräsident vor. Neben seinem politischen Engagement führte er gemeinsam mit seiner Frau Trudi während Jahrzehnten die örtliche Raiffeisenbank.
Geschichte und der Fortbestand des kulturellen Erbes lagen Albert Schwendimann besonders am Herzen. Diese Verbundenheit zeigte sich auch gegenüber dem Kloster Magdenau. Mit der Gründung des Freundeskreises gelang es ihm und seinen Mitstreitenden, zahlreiche Menschen für die Unterstützung des Klosters zu gewinnen.
Bereits im ersten Vereinsjahr zählte der Freundeskreis 765 Mitglieder – darunter viele Personen aus Andwil und Arnegg.
Auch Trudi Schwendimann pflegte eine besondere Beziehung zum Kloster. Als Ende der 1990er-Jahre die Computer auch in Magdenau Einzug hielten, stellte sie einen Teil ihres Pensionsalltags in den Dienst der Klostergemeinschaft. Sie unterstützte die Klosterfrauen beim Einstieg in die damals noch neue Computerwelt und vermittelte ihnen den Umgang mit den Geräten.
So entstand über die Jahre eine Verbindung, die weit über die Tätigkeit eines Vereins hinausgeht: Das Kloster Magdenau hat für viele Andwilerinnen und Andwiler einen besonderen Stellenwert – und umgekehrt nimmt Andwil auch in der Geschichte des Freundeskreises einen wichtigen Platz ein.
Eine Idee, die bis heute weiterwirkt
Wie nachhaltig die Initiative Albert Schwendimanns war, zeigt sich drei Jahrzehnte später. Noch heute zählt der Freundeskreis über 650 Mitglieder. Seit seiner Gründung hat der Freundeskreis Projekte im Umfang von rund 800'000 Franken begleitet und unterstützt.
Hinter diesen Projekten stehen die Grosszügigkeit und das Engagement vieler Mitglieder. Gleichzeitig erinnern sie daran, was aus einer Initiative entstehen kann, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung für ein kulturelles Erbe zu übernehmen.
Die Verbindung zu Andwil bleibt
Passend zum 30-Jahr-Jubiläum erhält die Verbindung zwischen Andwil und Magdenau eine weitere Facette: Mit David Holenstein hat Andwil einen Gemeindepräsidenten gewählt, der in Magdenau aufgewachsen ist und dem Freundeskreis Kloster Magdenau seit der Gründung angehört.
Was Albert Schwendimann vor 30 Jahren mit viel Weitsicht und persönlichem Engagement mitbegründete, verbindet Andwil und Magdenau bis heute. Neue Mitglieder sind stets herzlich willkommen.







