Der Kanton Glarus rechnet für das kommende Jahr mit einem Aufwandüberschuss von 7,8 Millionen Franken. Bereits in der Vergangenheit budgetierte der Kanton düster. Seit 16 Jahren schloss Glarus jedoch die Rechnungen immer positiv ab.
Glarus Flagge - Keystone

Der Kanton Glarus rechnet für das kommende Jahr mit einem Aufwandüberschuss von 7,8 Millionen Franken. Bereits in der Vergangenheit budgetierte der Kanton düster. Seit 16 Jahren schloss Glarus jedoch die Rechnungen immer positiv ab.

Man gehe hier nach dem Vorsichtsprinzip vor, sagte der Glarner Finanzdirektor Benjamin Mühlemann auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag.

Der Kanton Glarus sei in vielen Punkten abhängig von aussen und könne Vieles nicht beeinflussen. Die Schere zwischen dem erwarteten Aufwand von 397,6 Millionen Franken und dem Ertrag von 389,8 Millionen Franken öffne sich weiter. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt derzeit bei 12 Prozent.

Weiter habe man hohe Investitionen von durchschnittlich netto 37 Millionen Franken jährlich vor sich, erklärte Mühlemann. Viel davon fliesse ins Kantonsstrassennetz, in die IT und die Sanierung der Freizeitanlage Lintharena in Glarus Nord.

Im Budget für 2021 rechnete die Regierung mit einem Minus von 11,2 Millionen Franken. Das Budget für 2022 mit dem erwarteten Minus von 7,8 Millionen Franken sei aber nur auf den ersten Blick besser, so Mühlemann. Für das kommende Jahr rechne der Kanton mit einer vierfachen Gewinnausschüttung der Nationalbank. Im letzten Budget habe man nur die zweifache Ausschüttung prognostiziert.

Die Coronapandemie wird hingegen im Budget für 2022 nur begrenzt berücksichtigt. Der Kanton Glarus rechnet damit, dass sich die Wirtschaftslage im kommenden Jahr stabilisiert und prognostiziert wieder höhere Steuereinnahmen.

Hingegen steigt der Personalaufwand gegenüber der Rechnung 2020 um 5,9 Millionen Franken. Der grösste Betrag von 1,7 Millionen Franken fliesst dabei zu Lehrkräften, wie es in der Medienmitteilung hiess.

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