Glarner Gemeinden setzen auf digitales Memorial
Die drei Glarner Gemeinden Glarus Süd, Glarus und Glarus Nord stellen die Gemeindeunterlagen ab Juni 2026 schrittweise auf digital um.

Wie die Gemeinde Glarus Süd berichtet, ist das Memorial beziehungsweise das Bulletin zu den Gemeindeversammlungen im Kanton Glarus die zentrale Informationsgrundlage für kommunale politische Entscheidungen. Sämtliche Geschäfte der Gemeindeversammlungen werden darin ausführlich erläutert.
Künftig werden diese Unterlagen inklusive Jahresrechnungen primär digital über eine gemeinsame Plattform der drei Gemeinden bereitgestellt, analog zur Landsgemeinde-Plattform.
Über die Plattform können Stimmberechtigte das Memorial, erläuternde Berichte, Jahresrechnungen sowie weitere Unterlagen jederzeit und ortsunabhängig einsehen.
Übergangsphase an der Gemeindeversammlung 1/2026
Die Einführung erfolgt schrittweise. Für die Gemeindeversammlungen im Juni 2026 erhalten alle Stimmberechtigten weiterhin die gewohnten Unterlagen per Post.
Zusätzlich wird erstmals ein Flyer beziehungsweise in der Gemeinde Glarus eine kompakte Broschüre mit dem Stimmrechtsausweis, der Traktandenliste und einer kurzen Zusammenfassung der jeweiligen Geschäfte verschickt. Gleichzeitig steht das Memorial inklusive sämtlicher Unterlagen bereits digital zur Verfügung.
Ab der Gemeindeversammlung 2/2026 wird das Memorial grundsätzlich digital bereitgestellt. Die Stimmberechtigten erhalten eine Einladung mit Stimmrechtsausweis sowie eine kurze Übersicht über die Traktanden per Post.
Gedruckte Exemplare weiterhin möglich
Wer weiterhin ein gedrucktes Memorial beziehen möchte, kann dieses auch künftig bestellen. Die Bestellung ist nur einmalig erforderlich und kann über den Bestellcoupon auf dem Flyer/der Broschüre, telefonisch, per E-Mail oder an den Schaltern der Gemeinden erfolgen.
Damit stellen die Gemeinden sicher, dass auch Personen ohne digitalen Zugang weiterhin problemlos ein gedrucktes Exemplar erhalten.
Mehr Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit
Mit dem digitalen Memorial werden politische Informationen einfacher zugänglich. Die Inhalte werden barrierefrei aufbereitet und können beispielsweise auch von Screenreader-Programmen für sehbehinderte Menschen vorgelesen werden.
Gleichzeitig reduziert die Umstellung den Papierverbrauch sowie Druck- und Versandaufwand. Die drei Gemeinden arbeiten bei der Einführung eng zusammen und setzen auf eine einheitliche Plattform, um der Bevölkerung eine klare und stabile Informationsquelle zu bieten.
Die digitale Plattform steht bereits heute zur Verfügung. Die Unterlagen zu den Traktanden der Gemeindeversammlungen werden in den einzelnen Gemeinden jeweils zum Zeitpunkt des Versands der Flyer/Broschüre aufgeschaltet.










