Die Erschliessung des Glarner Kurorts Braunwald mit einer Strasse ist vom Tisch. Weiterverfolgt werden zwei Varianten mit Seilbahnen für den Personen- und Gütertransport. Die weiteren Abklärungen sollen laut Kanton rund ein Jahr in Anspruch nehmen.
Braunwald GL
Ein Bau in Braunwald. - Kantonspolizei Glarus

Die Standseilbahn nach Braunwald, die einzige Verbindung des Glarner Kurortes zur Aussenwelt, ist in die Jahre gekommen. Die über 100-jährige Bahn führt von der Talstation Linthal ins autofreie Bergdorf auf 1256 Metern über Meer. Als Alternative zu einer neuen Standseilbahn standen eine Kombination aus Strasse und Luftseilbahn zur Diskussion.

Nun wurde der Schlussbericht zur Mitwirkung bei der Erschliessung der Gemeinde Braunwald vom Regierungsrat zur Kenntnis genommen. Herauskristallisiert hätten sich zwei Varianten, die jetzt detailliert abgeklärt würden, heisst es in der Mitteilung des Kantons Glarus vom Montag.

Variante A sieht den Neubau einer 10er-Seilbahn vor, vorwiegend für den Transport von Personen und leichten Gütern. Die bestehende Standseilbahn soll «ertüchtigt» und vor allem für schwere und sperrige Güter genutzt werden. Die zweite Variante sieht den Neubau der Standseilbahn auf dem bestehenden Trassee vor. Ausserdem soll es auch eine neue Bergstation geben.

Weil alle weiteren Varianten, so auch die Strassenerschliessung vom Urnerboden her, von keiner Anspruchsgruppe mehr forciert wurden, werden sie nicht weiterverfolgt, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Gebaut wurde die Standseilbahn in den Ferienort im Jahre 1907. Zuletzt wurde die Anlage 1997 umfassend erneuert. Am 30. April 2035 läuft die Konzession und Betriebsbewilligung der Standseilbahn aber aus.

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