Haft

    Freiburg: «Wash-Wash-Trick» - mutmasslicher Täter in Haft

    Die Kantonspolizei Freiburg konnte in Genf einen mutmasslichen «Wash-Wash-Betrüger» verhaften.

    kantonspolizei freiburg
    Kantonspolizei Freiburg. (Symbolbild) - Kantonspolizei Freiburg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Anfang 2023 wurde von einem 36-jährigen Unternehmer aus Freiburg Anzeige erstattet.
    • Er wurde Opfer eines sogenannten «Wash-Wash-Tricks».
    • Jetzt konnten die Ermittler einen 39-jährigen Täter festnehmen.

    Anfang des Jahres 2023 erstattete ein 36-jähriger Unternehmer aus dem Kanton Freiburg bei der Kantonspolizei Freiburg Strafanzeige ein, da er einem Betrug zu Opfer gefallen war. Im Glauben der Betrüger könne mittels einer chemischen Flüssigkeit Geldnoten vervielfältigen, habe er ihn um CHF 27'000 betrogen.

    Infolge der durchgeführten Ermittlungen gelang es der Kantonspolizei Freiburg am Montag, 21. August 2023, den mutmasslichen Haupttäter, einen 39-jährigen kamerunischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Genf, festzunehmen. Der zuständige Staatsanwalt leitete eine Strafuntersuchung ein und ordnete die Untersuchungshaft des mutmasslichen Beschuldigten an.

    Mehrere Hausdurchsuchungen in Freiburg, Genf und Frankreich

    Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden mehrere Hausdurchsuchungen in den Kantonen Freiburg und Genf sowie in Frankreich durchgeführt. Diese Massnahmen erlaubten die Beschlagnahmung sachdienlicher Gegenstände, darunter Material zu Begehung der «Wash-Wash-Tricks».

    Die Ermittlungen werden fortgesetzt um allfällige Komplizen zu infizieren und abzuklären ob in dieser Strafuntersuchung weitere Straftaten begangen wurden.

    Psychischen Druck auf Opfer

    Innerhalb kürzester Zeit gelingt es einem Betrüger, psychischen Druck auf sein Opfer auszuüben, um sein Vertrauen zu gewinnen.

    Beim «Wash-Wash-Trick» nehmen die Betrüger in der Regel nach der Veröffentlichung einer Kleinanzeige auf dem Internet Kontakt mit dem Opfer auf, um ihm ein Gegengeschäft oder eine Investition in eine Immobilie vorzuschlagen.

    Der Betrüger gibt unter anderem an, dass er mit einem chemischen Produkt Geldscheine vervielfältigen könne. Es handelt sich bei dieser Betrugsmasche vorrangig um aus afrikanischen Ländern stammenden Täter.

    Leicht verdientes Geld ohne Verlustrisiko ist eine Illusion. Niemand hat die Fähigkeit, Banknoten durch chemische Verfahren zu vervielfältigen.

    Wenn Sie einen Betrug vermuten, rufen Sie direkt die Nummer 026 347 01 17 an.

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