Stadt erfasst Nester von Gebäudebrütern neu
Frauenfeld aktualisiert bis September 2026 mit dem NVV das Inventar der Gebäudebrüter, um Nistplätze besser zu schützen und die Biodiversität weiter zu fördern.

Wie die Stadt Frauenfeld mitteilt, aktualisiert sie gemeinsam mit dem Natur- und Vogelschutzverein Frauenfeld (NVV) das Inventar der Gebäudebrüter aus den Jahren 2018/2019. Ziel der Erfassung ist es, den Schutz aktueller Niststandorte bedrohter Gebäudebrüter zu unterstützen und ihre Brut langfristig zu fördern.
Mit der Aktualisierung des Inventars setzt die Stadt Frauenfeld ihr Engagement für Freiraumqualität und Biodiversität fort – ein Schwerpunkt der Legislaturperiode 2023 bis 2027. Gebäudebrüter wie Mehlschwalben, Rauchschwalben, Alpen- und Mauersegler, Turmfalken, Turmdohlen oder Schleiereulen sind auf geeignete Nistmöglichkeiten an Gebäuden angewiesen.
Durch Renovationen oder den Abbruch älterer Gebäude gehen jedoch jedes Jahr zahlreiche Nistplätze verloren Inventare der Gebäudebrüter helfen Kantonen und Gemeinden, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Massnahmen zum Schutz und Erhalt der Brutstandorte zu ergreifen.
Gemeinsam mit dem NVV erstellte die Stadt Frauenfeld deshalb bereits 2018/2019 ein Inventar der Niststandorte von Gebäudebrütern, das nun aktualisiert wird. Damit sollen bestehende Nistplätze geschützt, Ersatzstandorte geschaffen und die Populationen dieser Vogelarten langfristig gefördert werden.
Zugang zu Gebäuden gewähren
Die Aktualisierung des Inventars begann Mitte Mai und dauert bis September 2026. Freiwillige Helfer des NVV beobachten Hausfassaden und Dächer und erfassen Standorte von Gebäudebrütern.
Das Amt für Hochbau und Stadtplanung bittet Hausbesitzer, den Helfern des NVV bei Bedarf Zutritt zu Liegenschaften oder Ställen zu gewähren. Die Helfer tragen einen Ausweis des Amtes für Hochbau und Stadtplanung bei sich.
Bauen mit Gebäudebrütern
Bei Renovationen oder Bauarbeiten an Gebäuden mit bestehenden Nestern empfiehlt das Amt für Hochbau und Stadtplanung, frühzeitig Kontakt aufzunehmen. Informationen bietet das Merkblatt «Bauen mit Gebäudebrütern» auf der Website der Stadt Frauenfeld unter «Inventar Gebäudebrüter».
Ein besonderer Dank gilt allen Privatpersonen, die bereits heute mit geeigneten baulichen Massnahmen oder gezielter Rücksichtnahme zum Schutz der Gebäudebrüter beitragen. Wer Standorte von Gebäudebrütern kennt, kann diese Daniel Schöpfer vom Amt für Hochbau und Stadtplanung melden.










