Uzwil senkt Steuerfuss für 2024 erneut

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Flawil,

Wie die Gemeinde Uzwil bekannt gibt, wird der Steuerfuss im Jahr 2024 um fünf Prozentpunkte reduziert, reflektierend die positive Entwicklung der letzten Jahre.

Gemeindehaus Uzwil.
Gemeindehaus Uzwil. - Nau.ch / Simone Imhof

Das Budget sieht einen um fünf auf 122 Prozentpunkte reduzierten Steuerfuss vor. Diese Senkung des Steuerfusses reiht sich ein in die Entwicklung der letzten Jahre.

Noch vor zehn Jahren lang der Steuerfuss bei 145 Prozentpunkten. Der Uzwiler Steuerfuss wird 2024 mehr als 20 Prozentpunkte tiefer sein als noch vor zehn Jahren.

Die Gemeinde verfügt über solide Finanzreserven

In den vergangenen Jahren schloss die Rechnung der Gemeinde regelmässig besser ab als budgetiert, wodurch sie bei den Gesamtkosten, den Kosten der Bildung und der Verwaltung zu den sparsamsten St.Galler Gemeinden mit vergleichbarer Aufgabenstellung zählt.

Und nicht alles, was budgetiert ist, kann dann auch umgesetzt werden. Zum anderen überraschten die Steuererträge oft positiv.

So gelangte die Gemeinde in den letzten Jahren zu mehr Eigenkapital und zu einer stattlichen Ausgleichsreserve von inzwischen 14,8 Millionen Franken.

Sie lässt zu, den Spielraum zu nutzen und die Kosten der Steuersenkung aus der Ausgleichsreserve zu finanzieren.

Wachstum bringt Chancen und Herausforderungen mit sich

Uzwil durchlebt eine dynamische Phase. Neuer Wohnraum entsteht weitgehend durch innere Verdichtungen und durchs Schliessen von Baulücken in der Siedlung.

Die Einwohnerzahl wächst. Gleichzeitig verfügt Uzwil über eine Infrastruktur, welche für deutlich mehr Einwohner ausgelegt ist.

Etwa im Bereich der Sport- und Freizeiteinrichtungen, der Strassen oder der Abwasserentsorgung.

Vor Herausforderungen steht die Gemeinde durch das dynamische Wachstum beim Schulraum und an verschiedenen Orten in der Verwaltung, wo zusätzliche Ressourcen erforderlich sind, um das Wachstum, die steigende Arbeitslast und die zunehmende Komplexität aufzufangen.

Haushalt profitiert monetär und erwartet positive Trends

In der rein monetären Betrachtung profitiert der Haushalt aber von der Entwicklung. Dieser Trend dürfte sich noch fortsetzen.

Gleichzeitig dürften mit Blick auf die langjährige Erfahrung auch künftige Rechnungsabschlüsse in der Tendenz besser ausfallen als erwartet.

All diese Komponenten führen den Gemeinderat zu einer positiven Beurteilung. Respekt hat er vor den hohen anstehenden Investitionen, insbesondere für die Erweiterung von Schulraum.

2024 wird die Gemeinde gut 15 Millionen Franken investieren, in den Folgejahren 2025 bis 2027 werden die Investitionen deutlich höher liegen.

Die Bürgerschaft entscheidet

Der Entscheid über Budget und Steuerfuss liegt bei der Bürgerschaft. Sie entscheidet darüber an der Bürgerversammlung vom 27. November 2023.

Das Heft mit den Grundlagen dazu gelangt Anfang November 2023 in die Haushaltungen.

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