Sanierung Hauptstrasse in Degersheim
Das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen hat ein Projekt zur umfassenden Sanierung der Hauptstrasse ausgearbeitet. Der Gemeinderat hat dieses Projekt genehmigt.

Im Sommer 2013 informierte das Strassenkreisinspektorat Gossau die Gemeinde Degersheim über den geplanten Deckbelagsersatz auf der Hauptstrasse in Degersheim. Gleichzeitig wurde angeregt, die Werkleitungen zu prüfen und allfällige Massnahmen für deren Unterhalt einzuleiten.
Der Gemeinderat hat daraufhin den Ersatz der rund 100-jährigen Wasserleitung, sowie die Sanierung der öffentlichen Kanalisation beschlossen und im Jahr 2014 ausführen lassen. Der bei den Leitungsarbeiten festgestellte Zustand des Unterbaus der Strasse veranlasste den Gemeinderat, beim Kanton eine umfassende Sanierung der Hauptstrasse zu beantragen.
Hintergrund dieses Antrages waren auch der Erhalt der Parkplätze an der Hauptstrasse sowie die Verbesserung verschiedener Sicherheitsdefizite.
Schwerpunkt Knotengestaltung
Nach diversen Besprechungen mit der Gemeinde hat der Kanton das Projekt für die Sanierung der Hauptstrasse ausgearbeitet und dem Gemeinderat am 25. November 2019 zur Stellungnahme unterbreitet. Das Strassenprojekt weist eine Länge von 449 Meter zwischen der Einmündung der Bahnhofstrasse und dem Abzweiger der Taastrasse auf.
Der Schwerpunkt im Projekt umfasst die Eliminierung der betrieblichen Defizite. Betreffend die Gestaltungsmassnahmen liegt der Fokus bei vier Knotengestaltungen.
Der Y-förmige Knoten bei der Bahnhofstrasse wird zu einem normkonformen Einlenker redimensioniert. Die restlichen drei Kreuzungen Steineggstrasse, Sternenstrasse und Bergstrasse werden optimiert.
Mit der Beleuchtung werden neben den funktionalen auch gestalterische Akzente gesetzt.
Raum für Fussgänger
Das Projekt sieht eine Gesamterneuerung der Strasse vor. Dabei wird der Oberbau neu erstellt und die Strassenbreite auf sechs Meter erweitert.
Durch die Verschiebung der Fahrbahn nach Norden, wird entlang der südlichen Hausfassaden ein überbreiter Gehbereich geschaffen, welcher auch Raum für gesamthaft 15 Längsparkplätze bietet. Die Fussgängerstreifen werden teilweise neu angeordnet und bilden mit den Trottoirüberfahrten bei allen Kreuzungen optimale und sichere Verkehrswege für die Fussgänger.
Ins Projekt miteinbezogen wurden die Sonderwünsche der Gemeinde, wie Vorkehrungen für Elektroinstallationen für den Marktbetrieb, die Beleuchtung, alternative Beläge oder Anschlusslösungen bei den Einmündungen. Die Sonderwünsche der Gemeinde sind nicht zwingender Bestandteil des Projektes, ergänzen dieses aber ideal und können im Zusammenhang mit der Sanierung kostengünstig umgesetzt werden.
Kostenanteil zugesichert
Die Kosten für die Sanierung der Hauptstrasse belaufen sich gemäss Voranschlag auf insgesamt 4'205'000 Franken. Davon entfallen 959'787.50 Franken sowie die Kosten für die Sonderwünsche in der Höhe von 439'000 Franken auf die Gemeinde.
Der Gemeinderat hat gegenüber dem Kanton die Zustimmung für das Projekt erteilt und die Übernahme der Kosten in der Höhe von 959'787.50 Franken abschliessend zugesichert.
Die Zusicherung für die Kosten der Sonderwünsche kann erst nach Genehmigung des Bugets 2020 durch die Bürgerversammlung erfolgen. Anschliessend führt das Tiefbauamt das Planverfahren nach Strassengesetz durch.
In diesem Rahmen wird das Projekt öffentlich aufgelegt. Zu welchem Zeitpunkt die Strassensanierung umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt.
Der interessierten Bevölkerung wird das Projekt an der Vorversammlung vom 25. März 2020 vorgestellt.






