Oberbüren

Neophytensack: Exotische Problempflanzen richtig entsorgen

Gemeinde Oberbüren
Gemeinde Oberbüren

Flawil,

In Oberbüren können Einwohner erneut Neophyten-Säcke kostenlos beziehen, um invasive Pflanzen sicher zu entsorgen und die einheimische Natur zu schützen.

Kirschlorbeer Pflanzen
Der Verkauf von Neophyten wie Kirschlorbeer ist in der Schweiz seit September verboten. (Symbolbild) - keystone

Wie die Gemeinde Oberbüren informiert, können Einwohnerinnen und Einwohner den Neophytensack auch in diesem Jahr beim Front-Office beziehen. Das Angebot ist für die Bevölkerung kostenlos.

Mit ihrer Unterstützung leisten die Einwohner einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung exotischer Problempflanzen, (auch invasive Neophyten genannt). Zu den invasive Neophyten gehören beispielsweise der Kirschlorbeer, das Einjährige Berufkraut oder die Hanfpalme (Tessinerpalme).

Sie sind zwar hübsch anzusehen, doch sie verursachen eben auch zahlreiche Probleme: Sie verdrängen einheimische Arten, die als Nahrungsquelle für Insekten dienen, schädigen Infrastrukturbauten wie Bahndämme, Strassen oder Uferbefestigungen und können die Gesundheit gefährden. Deshalb ist es nötig, ihre Weiterverbreitung einzudämmen.

Fortpflanzungsfähige Pflanzenteile

Seit 2024 steht in unserer Gemeinde ein neues Instrument zur Verfügung: der Neophytensack. Damit können Sie alle fortpflanzungsfähigen Teile von Problempflanzen kostenlos entsorgen. In den ersten beiden Jahren haben viele helfende Hände die Säcke rege gefüllt.

Das Angebot wird in diesem Jahr fortgeführt. In der ersten Phase (ab Mai) der Vegetationszeit stehen krautige Pflanzen wie das Einjährige Berufkraut oder das Schmalblättrige Greiskraut im Fokus. Beide Pflanzen sollen mit Wurzeln ausgerissen und im Sack entsorgt werden.

Beim Kirschlorbeer kommen die Früchte und Wurzeln, beim Blauglockenbaum die Wurzeln, Blüten und Samen in den Sack. Die Website www.neophytensack.ch führt Sie zu einer Übersicht, wie mit welchen Problempflanzen zu verfahren ist.

Gemeinsame Anstrengungen

Um die Weiterverbreitung invasiver gebietsfremder Arten zu bremsen, ist deren korrekte Entsorgung zentral. Dafür können Einwohner den kostenlose Neophytensack nutzen.

Der transparente 60-Liter-Sack kann beim Front-Office bezogen und gefüllt in die Unterflurbehälter entsorgt werden. Sie werden in der Kehrichtverbrennungsanlage bei hoher Temperatur verbrannt.

Der Neophytensack ist eine gemeinsame Initiative der Fachstelle Biosicherheit des Amts für Umwelt Thurgau, des Verbands KVA Thurgau und des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB). Er wurde im April 2024 eingeführt, nachdem das Bedürfnis nach einem solchen System auch von vielen Gemeinden geäussert worden war.

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