Gupfenstrasse in Uzwil wird neu gestaltet
In Uzwil koordiniert die Gemeinde mit dem Kanton die Planung der Gupfenstrasse: Mehr Grün, bessere Velowege und sichere Strassen für alle Verkehrsteilnehmenden.

Wie die Gemeinde Uzwil mitteilt, führte der Kanton im Sommer 2025 das Mitwirkungsverfahren für die Augartenkreuzung durch. Die Planungsarbeiten an dieser für Uzwil so wichtigen Eingangspforte schliesst der Kanton demnächst ab.
Sie werden mit den Arbeiten am Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) Gupfenstrasse koordiniert, weil es gegenseitige Beeinflussungen und Abhängigkeiten gibt.
Ein Betriebs- und Gestaltungskonzept ist ein zentrales Planungsinstrument, um Strassenräume im Siedlungsgebiet funktional und gestalterisch aufzuwerten. Es stimmt die Ansprüche von Verkehr – ob Auto, Velo, Fussgänger oder öffentlicher Verkehr – Anwohnenden, Gewerbe und Industrie sowie Sicherheit aufeinander ab.
Ansatzes ist eine höhere Lebensqualität bei effizienterem Verkehrsfluss. Und bei der Gupfenstrasse geht’s ergänzend auch darum, die Interessen von Kanton und Gemeinde aufeinander abzustimmen, ist die Gupfenstrasse doch teilweise Kantons-, teilweise Gemeindestrasse.
Gemeinsam geht’s und wird’s besser
Die Erfahrungen der Gemeinde mit dieser gemeinsamen Erarbeitung sind gut. Die Lösungen werden besser, als wenn Kanton und Gemeinde separat planen würden. Die Zusammenarbeit mit dem Kanton ist konstruktiv und zielführend.
In zwei bis drei Monaten dürfte das Vorprojekt abgeschlossen sein. Nach den provisorischen Fahrplänen ist eine Mitwirkung der Bevölkerung in diesem Jahr realistisch.
Die Mittelinsel verschwindet
Die Gupfenstrasse mit ihren zwei getrennten Fahrbahnen – ursprünglich als vierspurige Strasse gebaut – hat eine hohe Leistungsfähigkeit für den Verkehr. Und zerschneidet gleichzeitig den Lebensraum, trennt die Siedlung.
Sie wird auch nach ihrer Umgestaltung eine verkehrsorientierte Strasse bleiben. Die Planung berücksichtigt auch die Logistikkonzepte der Industrie. Die heute trennende Mittelinsel wird verschwinden.
Verbesserungen für den Langsamverkehr
Aus den überbreiten werden breite Fahrbahnen, welche den Verkehr problemlos bewältigen. Der gewonnene Raum ermöglicht Verbesserungen für den Langsamverkehr und mehr Grün statt Belag. Beidseitige Radstreifen bleiben und ermöglichen «schnellen» Veloverkehr.
Ein überbreites Trottoir auf der Seite Badi/Seniorenzentrum, durch einen Grünraum von der Fahrbahn abgetrennt, ermöglicht auch gemütliches Radfahren mit der Familie. Es wird attraktiv für den Langsamverkehr und ist auf der Seite der wichtigen Ziele, die gut zu Fuss oder mit dem Velo erreicht werden können.
Im Bereich, wo entlang der Gupfenstrasse ein Lärmschutz erforderlich ist, kann in der Tendenz aufs bestehende Trottoir auf der Südostseite verzichtet werden. Das gibt zusätzliche Optionen für einen für die Anwohnenden wirkungsvollen und für die Siedlung verträglichen Lärmschutz, welche ohne BGK nicht möglich wären.
Kreiselkette
Das BGK zeigt auch auf, dass weiterhin entlang der Gupfenstrasse auf Kreisel gesetzt wird. Dereinst sollen auch die Knoten Weidstrasse/Sportstrasse und Meisenstrasse mit der Gupfenstrasse zu Kreiseln werden.
Das BGK beabsichtigt, die Situation der alten Gupfenstrasse zu verbessern und sie «richtig» ans Verkehrsnetz anzuschliessen. Und schliesslich wird auch die Strassenentwässerung neu.
Die begleitenden Grünflächen nehmen das Strassenwasser auf, speichern und filtern es und lassen es vor Ort versickern, statt es via Kanalnetz in die Kläranlage zu führen.
Wann umsetzen?
Das BGK stimmt verschiedene Planungen aufeinander ab. Daraus resultieren werden schlussendlich Auflageprojekte nach dem Strassengesetz. Wann die Bagger auffahren, steht noch nicht fest. Noch braucht es verschiedene Verfahren.
Klar ist: Die Gupfenstrasse ist erneuerungsbedürftig. Die spürbaren Investitionen für ihre Erneuerung müssen sich in die Finanzpläne von Kanton und Gemeinde einfügen. Das wird den Realisierungszeitraum massgeblich prägen.










