Insgesamt haben 908 Personen in Entlebuch an der Bevölkerungsbefragung zur geplanten Schulraumerweiterung teilgenommen.
Schule
Stühle stehen in einer Schule auf den Tischen. (Symbolbild) - dpa

Die Gemeinde Entlebuch entschied im Frühling 2021, eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zur geplanten Schulraumerweiterung durchzuführen. Damit sollten Erkenntnisse über die Haltung der Entlebucher Wohnbevölkerung zur Schulraumplanung sowie zu diversen weiteren allgemeinen Themen – beispielsweise allgemeine Sorgen, Investitionsvorhaben, Informiertheit, Kultur- und Gemeindesaal etc. – bereitgestellt werden.

Die Befragung sämtlicher in der Gemeinde Entlebuch wohnhaften Personen im Alter ab 15 Jahren (2670 Personen) fand im Zeitraum vom 28. Mai bis 7. Juli 2021 statt und erfolgte wahlweise entweder online oder mittels schriftlichem Papierfragebogen. Insgesamt haben 908 Personen teilgenommen, was einer Teilnahmequote von 34 Prozent entspricht.

Zwei Favoriten der diskutierten Schulraumerweiterung stechen hervor

Trotz engem Rennen zwischen den vier zur Diskussion gestellten Varianten bei der geplanten Schulraumerweiterung kristallisieren sich der Neubau des Schulhauses mit Lagerhaus (Szenario B1) sowie der Ersatzneubau des Schulhauses anstelle des Pavillons Pfrundmatt (Szenario C) als Favoriten heraus. Landschaft und Natur, gute persönliche Kontakte sowie die hohe Sicherheit im Wohnumfeld gefallen in Entlebuch am meisten.

Verkehrsbelastung, Verkehrssicherheit und Siedlungsentwicklung werden als grösste Sorgen in der Gemeinde wahrgenommen. Während mehr Arbeitsmöglichkeiten, bezahlbarer Wohnraum und Angebote für Jugendliche erwünscht sind, sollte die Menge an Polizei- und Sicherheitsdiensten, an Angeboten für Pflegedienstleistungen sowie das schulische Angebot unverändert bleiben.

Über die Verteilung der Finanzen wurde befragt

Die Finanzen sollen grundsätzlich so eingesetzt werden wie bis anhin, wobei am ehesten etwas mehr in Bildung und Jugend, Sport, Kultur, Freizeit, Tourismus und erneuerbare Energien investiert werden soll. Eher etwas weniger Geld soll für das Wohnen und die Siedlungsgestaltung ausgegeben werden. Zukünftige Investitionen sollen sich vor allem auf die Sanierung der Glaubenbergstrasse im Dorf ab Kantonsstrasse und den Gemeinde- und Kultursaal konzentrieren. Hinsichtlich letzteren Wunsches ist eine klare Mehrheit der Befragten für die Weiterplanung des Portsaal-Projekts.

Die Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich durchschnittlich gut informiert

Insgesamt fühlen sich aktuell gut ein Drittel der Entlebucherinnen und Entlebucher über lokale Angelegenheiten (sehr) gut informiert. Weitere 46 Prozent fühlen sich durchschnittlich informiert, 12 Prozent sind der Meinung, eher schlecht bis sehr schlecht informiert zu sein. Die drei Top-Informationsquellen in Entlebuch sind der Entlebucher Anzeiger, informelle Gespräche sowie die Gemeindenachrichten.

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