Neue Jobbörse: Brücke zwischen den Generationen
Der Verein «jsjb» vermittelt in Emmen Sackgeldjobs an Jugendliche und Zuverdienste an Seniorinnen und Senioren. So wird der Zusammenhalt im Ort gestärkt.

Der neu gegründete Verein «jsjb. Jugend & Senioren Jobbörse» verbindet Jung und Alt und schafft echten Mehrwert für die ganze Gemeinschaft, berichtet die Gemeinde Emmen. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sammeln erste Arbeitserfahrung und bekommen 14 Franken pro Stunde ausbezahlt.
Auch für Seniorinnen und Senioren mit schmalem Budget ist das ein willkommener Zuverdienst, der den AHV-Freibetrag nicht gefährdet. Aufträge können sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende erteilen.
Von der Bevölkerung, für die Bevölkerung
jsjb. ist ein Gemeinschaftswerk von Nicole Triponez und Martina Limacher. Die Idee dahinter: Wer in der Gemeinde lebt, trägt Verantwortung füreinander. Ob Jugendliche, die einen Sackgeldjob suchen, Senioren, die sich ein Zubrot verdienen möchten und/oder gleichzeitig Unterstützung im Alltag benötigen, Gewerbebetriebe, die Nachwuchs fördern wollen, oder Familien, die gelegentlich eine zuverlässige Unterstützungskraft benötigen – jsjb. schafft den Rahmen, damit diese Bedürfnisse zueinanderfinden.
Das Prinzip klingt einfach, ist aber wirkungsvoll: Wer Hilfe anbietet, trifft auf jemanden, der Hilfe sucht, und umgekehrt. Die Jobbörse übernimmt die Rolle der Vermittlerin.
Getragen wird sie von allen, die mitmachen. Und genau das ist der Kern: Je mehr Menschen sich einbringen (als Auftraggeber, als Helfende, als Netzwerkpartner), desto stärker wird das Fundament, auf dem unsere Gemeinschaft steht.
Für Betriebe, die sich als Auftraggeberin oder Lehrstellenanbieter engagieren, eröffnet sich die Chance, potenzielle Lernende frühzeitig kennenzulernen. Mit einem Sackgeldjob betraut, wird morgen vielleicht in ihre besten Fachkräfte investiert. Auch das ist Zusammenhalt – konkret und zukunftsgerichtet.
Gemeindeziele gelebte Realität machen
Die Gemeinde hat Integration und Zusammenhalt in ihren Leitzielen verankert, und das ist mehr als ein politisches Bekenntnis. Es ist eine Einladung an alle Einwohnerinnen und Einwohner, diesen Anspruch mit Leben zu füllen.
jsjb. ist ein konkretes Instrument dafür: Sie bringt Menschen zusammen, die sich sonst kaum begegnen würden, und schafft Verbindungen, die über einen einzelnen Auftrag hinausgehen.
Wenn Jugendliche regelmässig bei älteren Nachbarn vorbeischauen, wenn ein lokaler Betrieb Schülern einen ersten Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht, wenn eine Familie unkompliziert Hilfe findet und dafür jemand anderem eine Chance gibt – dann wird aus einem Zielkatalog gelebter Gemeinschaftssinn.






