Kultur- und Kongresszentrum: Pachtinteressent zieht sich zurück
Der Neustart des Kultur- und Kongresszentrums Gersag in Emmen verzögert sich aus familiären Gründen. Bis Ende 2026 erarbeitet die Gemeinde nun neue Varianten.

Wie die Gemeinde Emmen berichtet, wird sie den Betrieb des Kultur- und Kongresszentrums Gersag (KKG) bis mindestens Ende 2027 weiterführen. Der potenzielle neue Pächter hat sich aus familiären Gründen aus den laufenden Vertragsverhandlungen zurückgezogen. Für Mitarbeitende, Veranstalterinnen und Veranstalter sowie die Bevölkerung bleibt der Betrieb des KKG gesichert.
Vor wenigen Wochen hatte die Gemeinde Emmen informiert, dass nach einem Dialogverfahren Vertragsverhandlungen mit einem potenziellen neuen Pächter aufgenommen worden sind. Diese Verhandlungen werden nun nicht weitergeführt.
Der betreffende Interessent hat die Gemeinde darüber informiert, dass er sich aufgrund einer neu aufgetauchten Erkrankung in der Familie aus dem Prozess zurückziehen muss. Mit dieser familiären Zusatzbelastung sieht sich der Bewerber nicht mehr in der Lage, den Betrieb im Kultur- und Kongresszentrum Gersag seriös aufzubauen.
Rückzug erfolgt aus privaten Gründen
«Wir bedauern diesen Entscheid ausserordentlich, haben aber volles Verständnis für die persönliche Situation», sagt Gemeinderat Christian Blunschi. «Gesundheit und Familie haben Vorrang. Wir wünschen der betroffenen Familie von Herzen alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit.»
Der Gemeinderat betont, dass der Rückzug nicht im Zusammenhang mit den laufenden Vertrags-verhandlungen steht. Der Entscheid erfolgte noch vor den ersten wesentlichen Verhandlungsschritten und ist ausschliesslich auf die veränderte persönliche Situation des Interessenten zurückzuführen.
Betrieb bleibt gesichert
Für die Gemeinde Emmen hat die Sicherstellung des Betriebs des Kultur- und Kongresszentrums Gersag weiterhin oberste Priorität. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, den Betrieb des Hauses bis mindestens Ende 2027 weiterzuführen. Sämtliche geplanten Veranstaltungen finden statt. Dies gilt sowohl für kulturelle Veranstaltungen als auch für Anlässe von Vereinen, Unternehmen und weiteren Organisationen.
«Für uns ist wichtig, dass Mitarbeitende, Veranstalterinnen und Veranstalter sowie unsere Partner Planungssicherheit haben», betont Christian Blunschi. «Das KKG bleibt ein wichtiger Ort für Kultur, Begegnung und gesellschaftliches Leben in Emmen.»
Auslegeordnung für die Zeit ab 2028
Parallel zur Sicherstellung des Betriebs bis Ende 2027 wird der Gemeinderat bis Ende 2026 eine umfassende Auslegeordnung zur Zukunft des Kultur- und Kongresszentrums Gersag erarbeiten. Dabei werden sämtliche realistischen Optionen geprüft und bewertet.
Dazu zählen sowohl ein Weiterbetrieb durch die Gemeinde als auch durch Dritte. Ebenso werden Varianten eines teilweisen Weiterbetriebs (zum Beispiel nur Saal) analysiert.
Gegenstand der Auslegeordnung sind zudem alternative oder temporäre Nutzungen des Gebäudes, etwa im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung des Verwaltungsgebäudes. Ebenfalls geprüft werden weitergehende Szenarien wie die Schliessung des Betriebs und eine Umnutzung des Areals.
Grundsatzentscheid noch in diesem Jahr
Ziel des Prozesses ist es, die Vor- und Nachteile sämtlicher Optionen transparent darzulegen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Zukunft des KKG zu schaffen. Auf dieser Grundlage will der Gemeinderat noch im laufenden Jahr einen Grundsatzentscheid über die künftige Nutzung des Gebäudes und des Standorts treffen.






