Gemeinde legt Schwerpunkte für Nachhaltigkeit fest

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Die Gemeinde Emmen verankert Erkenntnisse aus der Nachhaltigkeitsanalyse in Planung und Budget und stärkt Projekte zu Biodiversität, Integration und Innovation.

Emmen Luzern Emmenbrücke
Ausblick auf die Gemeinde Emmen LU. - Keystone

Wie die Gemeinde Emmen schreibt, hat sie ihre Nachhaltigkeitsentwicklung gemeinsam mit anderen Schweizer Städten analysiert. Grundlage dafür bildet der schweizweite Vergleich «Cercle Indicateurs», der Kennzahlen aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft untersucht. Ergänzend dazu wurden in Workshops mit Fachpersonen, Kommissionen und dem Gemeinderat Stärken, Schwächen und mögliche Handlungsfelder vertieft diskutiert.

Für Andreas Roos, Gemeinderat und Direktor Bau und Umwelt, steht dabei weniger das Abschneiden im Vergleich mit anderen Gemeinden im Vordergrund als vielmehr der konkrete Nutzen für Emmen: «Die Zahlen allein sind für uns nicht entscheidend. Wichtig ist vielmehr, dass wir daraus ableiten können, wo wir genauer hinschauen und welche Themen wir künftig gezielt weiterentwickeln wollen.»

Wo Emmen bereits gut aufgestellt ist

Die Analyse zeigt insgesamt ein solides Bild der Gemeinde. Positiv bewertet wurden unter anderem die gute Grundversorgung, funktionierende Strukturen im Bereich Sicherheit und Krisenmanagement sowie die breit abgestützte lokale Wirtschaft. Auch in der Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und in der Kommunikation steht die Gemeinde auf stabilem Fundament.

«Emmen ist in vielen Bereichen bereits gut unterwegs. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass nachhaltige Entwicklung kein Zustand ist, sondern ein laufender Prozess», so Roos. Besonders wertvoll sei gewesen, dass nicht nur Zahlen analysiert, sondern unterschiedliche Sichtweisen gemeinsam diskutiert wurden. In mehreren Workshops setzten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Fachkommissionen intensiv mit den Ergebnissen auseinander.

«Gerade dieser Austausch hat geholfen, die Resultate besser einzuordnen», erklärt Roos. «Manche Themen lassen sich nicht allein anhand von Kennzahlen beurteilen. Im Gespräch mit den verschiedenen Akteuren wird sichtbar, welche Zusammenhänge dahinterstehen und wo konkrete Herausforderungen je nach Perspektive unterschiedlich beurteilt werden.»

Handlungsbedarf bei Umwelt- und Gesellschaftsthemen

Neben den Stärken wurden auch verschiedene Bereiche identifiziert, in denen die Gemeinde Handlungsbedarf sieht. Dazu gehören insbesondere Umwelt- und Biodiversitätsthemen, die Unterstützung von Innovation und Transformation in der lokalen Wirtschaft sowie gesellschaftliche Fragen wie Integration, soziale Teilhabe oder freiwilliges Engagement.

«Nachhaltigkeit betrifft nicht nur Klima- oder Energiethemen», betont Andreas Roos. «Es geht genauso um gesellschaftlichen Zusammenhalt, um Lebensqualität und um die Frage, wie sich eine Gemeinde langfristig entwickelt.»

Konkret will die Gemeinde in den kommenden Jahren unter anderem Grünräume und Biodiversitätsprojekte weiter stärken. Gleichzeitig sollen der Austausch mit Unternehmen sowie die Förderung von Innovationen gezielt weiterentwickelt werden.

Auch Integrationsangebote und generationenübergreifende Projekte sollen weiter ausgebaut werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der stärkeren Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten innerhalb der Verwaltung. Künftig sollen entsprechende Überlegungen noch konsequenter in Projekte, Investitionen und Beschaffungen einfliessen.

Gemeinde verankert Nachhaltigkeit in Planung und Budget

«Nachhaltigkeit muss Teil der Unternehmenskultur werden», sagt Gemeinderat Roos. «Das bedeutet, dass wir unsere Entscheide vermehrt auch mit Blick auf langfristige Auswirkungen beurteilen – für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft gleichermassen.»

Die Erkenntnisse aus der Analyse fliessen nun schrittweise in die Legislatur- und Jahresplanung sowie in den Budgetprozess ein. Ziel ist es, Entwicklungen messbarer zu machen und die verschiedenen Aktivitäten der Gemeinde besser aufeinander abzustimmen.

«Wir wollen nicht einfach zusätzliche Strategiepapiere produzieren», erklärt Andreas Roos. «Entscheidend ist, dass die Erkenntnisse konkret in Projekte und Massnahmen einfliessen, die für die Bevölkerung spürbar sind.»

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