Emmens Strassen werden digital
Ein speziell ausgerüstetes Messfahrzeug fährt ab dem 25. Mai 2026 durch Emmen und erstellt präzise 3D-Aufnahmen des gesamten Strassenraums.

Wer in den kommenden Wochen ein auffälliges Fahrzeug mit Kameras und Sensoren auf dem Dach durch Emmens Quartiere fahren sieht, wird Zeuge eines Digitalisierungsprojekts in der kommunalen Strassenplanung.
Während ein bis zwei Wochen werden sämtliche Strassen und Wege in der Gemeinde erfasst, wie die Gemeinde Emmen informiert. Bild für Bild, Meter für Meter.
Ziel ist es, den Strassenraum dreidimensional abzubilden. Anders als bei herkömmlichen Anwendungen wie Google Street View entstehen dabei flächendeckende und zeitlich klar definierte Aufnahmen, die professionell ausgewertet werden können.
Hinter jedem Bild stecken präzise Messdaten: Bordsteine, Signalisationen, Bäume oder Markierungen lassen sich am Computer exakt vermessen, mit bestehenden Geodaten vergleichen und direkt digital weiterverarbeiten.
Grosser Effizienzgewinn, strikter Datenschutz
Für die Verwaltung bedeutet das einen grossen Effizienzgewinn. Die Strassen als «Lebensadern» der Gemeinde sind zentral für zahlreiche Aufgaben, vom Unterhalt über die Planung bis hin zur Verkehrssicherheit.
Dank der neuen 3D-Daten können sich Mitarbeitende künftig direkt vom Schreibtisch aus ein genaues Bild einer Situation machen, Ausseneinsätze gezielt vorbereiten oder Abklärungen teilweise sogar vollständig digital erledigen.
Gleichzeitig sorgt die Technologie dafür, dass aufwendige Vor-Ort-Begehungen reduziert werden können. Das spart Zeit, senkt Kosten und minimiert Verkehrsbehinderungen. Salopp gesagt: Die Strasse kommt ins Büro.
Wichtig ist dabei der Datenschutz: Sämtliche Aufnahmen werden ausschliesslich für verwaltungsinterne Zwecke genutzt. Bevor die Daten verwendet werden, werden Personen und Fahrzeugkennzeichen automatisch unkenntlich gemacht. Die Nutzung ist klar geregelt und erfolgt nur im Rahmen gesetzlicher Aufgaben.






