Emmen: Erster Luzerner Sportverein mit Inklusionscoaching

Handball Emmen in Emmen LU hat als erster Verein im Kanton Luzern ein Inklusionscoaching absolviert. Der Kanton übernimmt die Kosten der Schulung.

Emmen
Emmen: Erster Luzerner Sportverein mit Inklusionscoaching (Symbolbild) - Schweizerischer Handball-Verband

Dieses ist eine praxisnahe Beratung und Schulung, um sportliche Aktivitäten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu einem gemeinsamen Erlebnis zu machen. Das neue Ausbildungsangebot vom Verband PluSport wird von der kantonalen Sportförderung finanziert.

Das PluSport Inklusionscoaching unterstützt Sportvereine dabei, ihre Angebote für Menschen mit Behinderungen zugänglich und inklusiv zu gestalten. Gemeinsam mit einem erfahrenen Coach analysiert der Verein die Ausgangslage, entwickelt daraus konkrete Massnahmen und erhält praxisnahe Begleitung bei deren Umsetzung. Ziel ist es, Hindernisse abzubauen, Teilhabe zu fördern und ein Sportumfeld zu schaffen, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich gemeinsam Sport treiben können.

Inklusion soll in den Sportvereinen nachhaltig gestärkt werden. Das Angebot des Verbands PluSport ist 2026 nach einer Pilotphase national lanciert worden.

Chancengerechtigkeit und Vielfalt

Als erster Verein des Kantons Luzern hat Handball Emmen ein Inklusionscoaching von PluSport absolviert. Der Verein hat damit einen wichtigen Schritt hin zu einem noch offeneren und inklusiverem Sportangebot gemacht. Während des Coachings wurde der Verein von einer Fachperson begleitet.

«Mit diesem Coaching möchten wir bei uns im Verein Barrieren abbauen und allen Menschen den Zugang zum Vereinsleben ermöglichen», sagt Vereinspräsident Thomas Bühler. Werte wie Chancengerechtigkeit seien dem Verein wichtig wie auch eine Sportkultur, in der Vielfalt selbstverständlich gelebt werde. Der Verein bietet seit Mai jeweils am Samstagvormittag «Handball für alle» an.

Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Beeinträchtigung.

«Wir hoffen, dass nun weitere Vereine dem Vorbild Handball Emmen folgen und ihren Sportverein inklusiv öffnen», sagt Roman Pechous, Beauftragter für Inklusion und Sport des Kantons Luzern. Das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung schaffe Akzeptanz und baue Brücken. Die gemeinsamen Sportaktivitäten fördern das gegenseitige Verständnis, stärken den Zusammenhalt im Verein und ermöglichen wertvolle Begegnungen auf Augenhöhe.

Davon profitieren nicht nur Menschen mit Beeinträchtigung, sondern alle Beteiligten: Sie erleben den Sport als verbindendes Element und tragen zu einer offenen und vielfältigen Vereinskultur bei.

Sport als verbindendes Element

Der Verband PluSport möchte Sport und Bewegung für alle Menschen zugänglich zu machen. Das Inklusionscoaching bietet den Vereinen eine praxisnahe Begleitung und Schulung an. Die Sportförderung des Kantons Luzern trägt die Kosten dieser Ausbildungsmodule im Rahmen des kantonalen Inklusionsprogramms.

«Mit «Inklusion im Sport» setzt sich der Kanton Luzern zum Ziel, inklusive Sport- und Bewegungsangebote auf- und auszubauen», erklärt Regierungsrätin, Sportdirektorin und Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartement, Michaela Tschuor. «Dazu gehören inklusive Sportvereine und Sportevents, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Beeinträchtigung die Teilhabe am Sport und am Vereinsleben ermöglichen.»

Strategiereferenz

Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich gemäss Kantonsstrategie

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