Der Erlenrat: Wie Kinder ihren Schulalltag aktiv mitgestalten
An der Primarschule Erlen in Emmen gestalten Kinder den Schulalltag im Juli 2026 aktiv mit. Im Schülerrat setzen sie eigene Projekte und Ideen erfolgreich um.

Wie die Gemeinde Emmen mitteilt, gestalten in den Schulhäusern der Gemeinde Schülerinnen und Schüler den Schulalltag aktiv mit – so auch im Schülerrat der Primarschule Erlen. Im Erlenrat werden Ideen eingebracht, Anliegen diskutiert und Projekte umgesetzt.
So wird Schülerpartizipation konkret erlebbar – von neuen Regeln bis hin zu gemeinsamen Aktionen für das gesamte Schulhaus. In der Primarschule Erlen wird Gemeinsamkeit grossgeschrieben.
So wird selbst eine grosse Pause an einem kalten Wintertag zu einem wohligen Erlebnis. Die Vertreterinnen und Vertreter des Erlenrats organisierten eine Punschpause, in der sie den anderen Schülerinnen und Schülern heissen Punsch ausschenkten.
Diese Aktion sorgte nicht nur für warme Hände, sondern auch für viele zufriedene Gesichter auf dem Pausenplatz. «Die Punschpause war mega cool. Wir konnten den anderen Kindern etwas geben», erinnert sich Ena aus der 5. Klasse.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Solche Projekte sind Teil der sogenannten Schülerpartizipation. Darunter versteht man die aktive Mitwirkung von Kindern am Schulalltag. An der Primarschule Erlen geschieht dies über den Erlenrat, den Schülerrat der Schule. Hier übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung und bringen ihre Perspektiven in gemeinsamen Sitzungen mit ein.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Klassen 2 bis 6 treffen sich regelmässig, um Themen aus dem Schulalltag zu besprechen. Dabei geht es um Wünsche, Anliegen und Verbesserungsvorschläge seitens Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen. Alessio aus der 6. Klasse erklärt, dass im Erlenrat «Dinge vom Schulhaus besprochen werden, wie Wünsche oder was besser sein könnte».
Jan aus der 3. Klasse ergänzt, dass der Erlenrat darauf achtet, «ob im Schulhaus alles in Ordnung ist» und welche Themen die Kinder beschäftigen. Die Kinder bringen Rückmeldungen aus ihren Klassen ein und tragen Informationen aus den Sitzungen wieder zurück. So soll ein Austausch geschaffen werden, der die ganze Schule miteinbezieht.
Vom Vorschlag zur Veränderung
Dass die Ideen von Kindern und Lehrpersonen ernst genommen werden, zeigt sich beispielsweise bei der WC-Situation. Da die Sauberkeit der WCs im ganzen Schulhaus immer wieder Thema ist, hat der Erlenrat einen kleinen Wettbewerb zur Achtsamkeit und zu den Regeln auf den WCs initiiert.
Schülerinnen und Schüler konnten freiwillig eigene Plakate zum Thema Sauberkeit gestalten. Die besten Plakate wurden durch den Erlenrat ausgewählt und von den Vertreterinnen und Vertretern an den Toiletten im ganzen Schulhaus aufgehängt.
Diese Massnahme zeigt Wirkung. «Es hat sich schon ein bisschen verbessert», meint Alessio. Auch Jan sagte, dass «die Kinder die WCs schon sauberer verlassen.»
Mitbestimmung von Anfang an
Ein Schülerrat wie der Erlenrat soll die Schülerpartizipation in einer Schulgemeinschaft stärken und deren Ausleben im Alltag ermöglichen. Die Kinder lernen, eigene Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas zu bewirken.
Auch sind es dann einmal die Schülerinnen und Schüler, die der Klasse etwas Wichtiges mitteilen und nicht nur immer die Lehrpersonen.






