Reusswehr-Böötler: «Wie in einer Waschmaschine»
Beim Reusswehr Rathausen LU sind vier junge Männer mit ihren Gummibooten verunglückt. Zwar wurde niemand verletzt, doch jetzt kommen Geldbussen auf sie zu.

Das Wichtigste in Kürze
- Vier junge Männer kenterten am Reusswehr.
- Die Personen waren in zusammengebundenen Gummibooten unterwegs.
- Verletzt wurde trotz der hohen Lebensgefahr niemand.
Der Tagesausflug verlief anders als geplant: In drei mit Seilen verbundenen Gummibooten steuerten vier junge Männer ungewollt auf das Reusswehr in Perlen LU zu.
Nur mit viel Glück wurden zwei der Personen unverletzt unter dem Wehr hindurchgespült. Die zwei weiteren konnten sich auf das Wehr retten.
Einer der Männer sei «wie in einer Waschmaschine mehrere Sekunden hin und her gedreht» worden, wie die «Luzerner Zeitung» zitiert. Erst unter Aufwendung aller Kraft habe er seinen Kopf über Wasser heben und ans Ufer schwimmen können.
Die Luzerner Polizei, welche sich der Verunglückten annahm, verweist nun eindringlich auf die Regeln der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG für Böötler.

So dürfe die Reuss bis zur St. Karlibrücke zum Beispiel generell nicht befahren werden. Unbekannte Flussabschnitte seien zudem vorher zu erkunden und ein rechtzeitiger Ausstieg einzuleiten. Für den Fall des Kenterns müssten Rettungswesten getragen und die Boote namentlich beschriftet sein.
Vorab sollten sich Böötler bei der SLRG über die Regeln informieren
Aufgrund «festgestellter Übertretungen wegen mehrerer Widerhandlungen gegen das Binnenschifffahrtsgesetz» müssen die Böötler die Kosten für den Polizeieinsatz selbst tragen.
Ebenso komme eine Geldbusse auf sie zu, so die Polizei. Alkoholisiert sei keiner der Bootsfahrer gewesen.








