Ebikon LU: Drei Schweizer Titel bei erster Rapid-Surf-EM
Bei den ersten Rapid-Surf-Europameisterschaften in Ebikon LU holten Schweizer Athletinnen und Athleten am Samstag, 26. September 2026, drei von sechs Titeln.

78 Athletinnen und Athleten aus acht Nationen kämpften in sechs Kategorien um einen Titel: Europameister im Rapid Surfen. Das sind die Zahlen. Doch die Ereignisse und die Stimmung der letzten Tage lassen sich nicht rein in Zahlen erklären.
Die Euro Rapid Surf 2026 war die erste offizielle kontinentale Meisterschaft im Rapid Surfen und damit ein historischer Moment für die noch junge Sportart. Organisiert von Swiss Surfing im Auftrag der European Surfing Federation (ESF), wurde das OANA vom 23. bis 26. September zur Bühne für Europas beste Rapid-Surferinnen und Surfer. Bereits bei der Eröffnung hiessen Ruth Metzler, Präsidentin von Swiss Olympic, Jean-Luc Arassus, Präsident der European Surfing Federation, und OK-Präsident Jeroen David Kuijer die Athletinnen und Athleten aus allen acht Nationen willkommen.
Von Donnerstag bis Samstag wurde auf der Welle um den Einzug in die nächste Runde gekämpft. Heat für Heat wurde das Feld kleiner, die Runs spektakulärer und die Spannung grösser. Gleichzeitig sorgten das Surf-Village, Surf Skate Kurse, Live-Musik und Filme im Kino der «Mall of Switzerland» für Unterhaltung abseits der Welle.
Rapid Surfing ist eine junge Sportart, aber längst öffentlichkeitserprobt und bereit auf der internationalen Bühne Spitzensport mit Surf-Kultur zu verbinden.
Die Schweizer Delegation von 20 Athletinnen und Athleten hatte grosse Pläne und hat noch grösser geliefert! Schon vor dem «Finals Day» war klar: Da liegt etwas drin für die Nation mit weissem Kreuz auf rotem Grund. Als es am Samstag dann ernst wurde, war die Spannung am Zenit angelangt. Mit jedem Heat wurde die Stimmung lauter.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten spektakuläre Runs, knappe Entscheidungen und schliesslich den Moment, auf den alle vier Tage lang hingearbeitet hatten: die Finals, die Krönung, die Titelentscheidung.
In der Kategorie Open Women setzte sich die Schweizerin Eva Weiss durch und schrieb damit Geschichte als erste Europameisterin im Rapid Surfen. Auf die Frage, wie sie sich fühlt, sagt sie direkt nach ihrem Sieg: «Ich bin sprachlos. Das war ein grosses Ziel für mich, und ich bin einfach nur glücklich, es erreicht zu haben.»
Auch bei den Open Men wurde am Samstag Geschichte geschrieben. Der Deutsche Lennard Weinhold sicherte sich den ersten Europameistertitel der Kategorie. Auch er zeigte sich sprachlos nach seinem Sieg: «Das ist einfach das beste Gefühl der Welt, das kann ich gar nicht in Worte fassen.»
Auch in den vier weiteren Kategorien wurden am Samstag die ersten Europameisterinnen und Europameister gekürt. Bei den Junior Girls setzte sich die Österreicherin Gretchen Steiner durch, bei den Junior Boys gewann der Deutsche Yves Viala. Den Titel bei den Master Women holte sich die Schweizerin Anna Lemann, während bei den Master Men der Schweizer Fabian Villarroel ganz oben auf dem Podest stand.
Neben den drei Europameistertiteln zeigte die Schweiz über alle Kategorien hinweg eine beeindruckende Bilanz: Insgesamt standen Schweizer Athletinnen und Athleten zehnmal in den Top 4. Besonders bei den Master Women dominierte das Schweizer Team und belegte das komplette Podest. Auch bei den Master Men waren Schweizer mit zwei von drei Podestplätzen stark vertreten. Bei den Junior-Kategorien bestätigten die Schwestern Aline und Melissa Gasser sowie Tim Weiss das Potenzial des Schweizer Nachwuchses mit Top-4-Platzierungen.
Für die Schweiz als Gastgeberin der ersten Rapid Surf Europameisterschaft ist dies ein starkes Zeichen für die Entwicklung der eigenen Szene.
Mit der Siegerehrung und der Abschlusszeremonie ging am Samstagabend ein historisches Kapitel zu Ende. Die ersten sechs Europameisterinnen und Europameister stehen fest – und damit die erste Generation von Champions, die den Rapid Surfing-Europameistertitel in die Geschichte des Sports tragen wird.










