Dank höheren Steuererträgen und einem hohen Ressourcenzuschuss in Dübendorf weist das Budget 2022 einen Ertragsüberschuss aus.
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Budget - Symbolbild - Keystone

Der Stadtrat hat das Budget 2022 am 23. September 2021 zuhanden des Gemeinderates verabschiedet. Die Erfolgsrechnung sieht bei einem Gesamtaufwand von 196,63 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 202,01 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss in der Höhe von 5,38 Millionen Franken vor.

Im Budget 2021 betrug der Gesamtaufwand 188,69 Millionen Franken, was ein Zuwachs von 7,94 Millionen Franken oder 4.21 Prozent bedeutet. Die Ertragsabweichung beläuft sich auf 12,93 Millionen Franken oder 6.84 Prozent (Vorjahr 189,08 Millionen Franken). Eine starke Aufwanderhöhung ist insbesondere in der Primarschule mit 2,26 Millionen Franken zu verzeichnen. Trotz hohem Aufwandwachstum wird der Steuerfuss unverändert bei 81 Prozent belassen.

Auf eine Steuererhöhung wird verzichtet

Der Stadtrat verzichtet mit Begründung auf eine Steuererhöhung oder Sparmassnahmen, obwohl solche aufgrund des deutlichen Aufwandanstiegs im Budget 2022 sowie der Hochrechnung 2021 angezeigt wären. Die Hochrechnung 2021 prognostiziert einen Ertragsüberschuss von 5,68 Millionen Franken anstelle des budgetierten Ertragsüberschusses von 0,40 Millionen Franken.

Die positive Abweichung ist primär auf die höheren Einnahmen bei der Grundstücksgewinnsteuer und höheren Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen, teilweise kompensiert durch höhere Kosten im Bereich Soziales und in der Primarschule, zurückzuführen. Allerdings ist die Prognose weiterhin mit Unsicherheiten aufgrund der COVID-19 Pandemie behaftet.

Ein hoher Ressourcenzuschuss im zweiten Jahr in Folge

Für das Jahr 2022 wird mit 72 Millionen Franken ein gegenüber dem Budget 2021 (68,50 Millionen Franken) leicht höherer 100 prozentiger Steuerertrag budgetiert. Der resultierende Steuerertrag (ordentlicher Steuerertrag Rechnungsjahr) beträgt somit 58,32 Millionen Franken (Vorjahr 55,49 Millionen Franken). Die Grundstückgewinnsteuern sind mit 14 Millionen Franken um 3 Millionen Franken höher wie im Budget 2021 eingestellt.

Der Ressourcenzuschuss basiert jeweils auf den Steuerzahlen des Vor-Vorjahres. Im Rechnungsjahr 2021 erhält Dübendorf einen Ressourcenzuschuss von 11,95 Millionen Franken (netto). Gemäss den provisorischen Berechnungen des Gemeindeamtes beträgt der Ressourcenzuschuss für das Budget 2022 netto 12,42 Millionen Franken. Die ZKB Dividende ist im Budget 2022 mit 2,17 Millionen Franken leicht höher eingestellt wie im Budget 2021 (2,10 Millionen Franken).

Ein Wachstum des Transfer-, Personal- und Sachaufwands ist zu verzeichnen

Im Vergleich zum Budget 2021 nimmt der Aufwand um 7,94 Millionen Franken zu. Der grösste Zuwachs ist mit 4,60 Millionen Franken im Transferaufwand zu verzeichnen, welcher neu 85,58 Millionen Franken beträgt (Vorjahr 80,97 Millionen Franken). Der Erhöhung des Transferaufwandes steht eine Erhöhung des Transferertrages gegenüber. Der Personalaufwand erhöht sich um 3,12 Millionen Franken auf 67,81 Millionen Franken (Vorjahr 64,69 Millionen Franken) und der Sachaufwand um 1,35 Millionen Franken auf 26,85 Millionen Franken. (Vorjahr 25,50 Millionen Franken).

Die Primarschule verzeichnet einen Anstieg des Nettoaufwandes um 2,26 Millionen Franken, verursacht unter anderem durch wachsende Klassenzahlen und zwei neue Horte. Im Bereich Stadtschreiber, Geschäftsleiter, Behördendienste führen u.a. höhere Entschädigungen (+0,36 Millionen Franken), höhere Beiträge (+0,13 Millionen Franken) und zusätzlicher Aufwand aufgrund der Gesamterneuerungswahlen zu einem Anstieg um 0,68 Millionen Franken.

Das Investitionsbudget für 2022 wurde erhöht

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen belaufen sich im Budget 2022 auf 29,50 Millionen Franken (Vorjahr 24,32 Millionen Franken). Nach Ausklammerung der Investitionen in den Spezialfinanzierungsbereichen (Abwasser 1,83 Millionen Franken, Abfallbereich 0,28 Millionen Franken) verbleiben für das Politische Gut noch Investitionen in Höhe von 27,40 Millionen Franken (Vorjahr 22,10 Millionen Franken).

Davon sind 8,85 Millionen Franken für den Bereich Verkehr, 5 Millionen Franken für den Neubau des Mehrzweckgebäudes Obere Mühle, 3,91 Millionen Franken für die Bildung (davon 1,35 Millionen Franken Schulanlage Hochbord, 0,75 Millionen Franken Schulanlage Birchlen) und 1,45 Millionen Franken für das ASZ vorgesehen.

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