Dietikon ZH: Tiefere Steuern und attraktiveres Zentrum gewünscht
Die Befragung 2025 zeigt: In Dietikon ZH schätzen Zu- und Weggezogene die zentrale Lage. Bemängelt werden der Steuerfuss und das Sicherheitsgefühl am Bahnhof.

Alle drei Jahre führt das Statistische Amt des Kantons Zürich eine schriftliche Zu- und Wegzugsbefragung durch. Im Jahr 2025 beteiligten sich 21 Städte und Gemeinden aus verschiedenen Kantonen, darunter erneut auch die Stadt Dietikon. Die Antworten zeigen neben dem bekannten Optimierungspotenzial auch die erfreulichen und wertschätzenden Seiten des Lebens in Dietikon.
Im vergangenen Jahr führte das Statistische Amt des Kantons Zürich erneut die Zu- und Wegzugsbefragung in verschiedenen Städten und Gemeinden durch. Auch Dietikon nahm wieder daran teil. Sämtliche Personen, welche sich im Jahr 2025 zur Niederlassung in Dietikon an- oder abmeldeten, haben vom Statistischen Amt des Kantons Zürich einen Fragebogen erhalten und konnten sich so zu ihren Umzugsgründen äussern.
Für beide Gruppen spielten bei der Entscheidung zum Umzug vor allem Veränderungen der beruflichen oder privaten Situation eine zentrale Rolle. Für 52 Prozent der zugezogenen Haushalte war Dietikon der Wunschwohnort beim Umzugsentscheid. 53 Prozent der weggezogenen Haushalte bezeichneten Dietikon rückblickend als idealen Wohnort.
61 Prozent können sich zudem vorstellen, später wieder nach Dietikon zurückzukehren.
Zentrale Lage und Nähe zur Natur
Sowohl die zugezogenen wie auch die weggezogenen Personen beurteilten die zentrale Lage von Dietikon als gut und attraktiv. Vor allem die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Nähe zu einem grösseren Zentrum oder die Nähe zu Einkaufs- und Dienstleistungsangeboten gehörten zu den wichtigsten Gründen für den Wohnortsentscheid oder blieben in guter Erinnerung bei den Weggezogenen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die vergleichsweise gute Immobilienlage.
Es gibt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und es ist noch möglich, an bezahlbare Wohnungen zu gelangen. Dieser Faktor nahm auch im Vergleich zur letzten Umfrage an Relevanz zu.
Als Grünstadt Schweiz und Energiestadt ist Dietikon bestrebt, die Stadt grüner und nachhaltiger zu gestalten. Obwohl die Naturnähe und die attraktiven Naherholungsgebiete bei den Weggezogenen hochgeschätzt wurden und ihnen bekannt waren, scheint dieses Wissen den Zugezogenen zu fehlen. Möglicherweise gewichten sie diese Aspekte bei der Wohnortwahl auch als weniger wichtig ein.
Hier besteht noch Potenzial, die zahlreichen grünen Ecken und Naherholungsgebiete Dietikons bekannter zu machen. In den Kommentaren zeigt sich jedoch, dass Dietikon beim ersten Eindruck als naturnah, grün und ruhig wahrgenommen wird.
Wunsch nach tieferen Steuern und attraktiverem Stadtzentrum
Auf die Frage, was Dietikon attraktiver machen würde, wurde in beiden Gruppen am häufigsten ein tieferer Steuerfuss genannt. Viele wünschen oder wünschten sich auch ein attraktiveres Stadtzentrum mit mehr Cafés, Geschäften und einer Fussgängerzone. Ein zentrales Thema bei beiden Befragungsgruppen ist zudem das fehlende Sicherheitsgefühl rund um den Bahnhof.
Viele dieser Verbesserungsvorschläge sind der Stadt bekannt und werden in verschiedenen Projekten und Gremien angegangen und werden auch in das neue Regierungsprogramm einfliessen. Die positiven Rückmeldungen zu den Themen Natur, Verkehrsanbindung und bezahlbarem Wohnraum bestätigen die Stadt Dietikon in ihrem bisherigen Handeln. Die Stadt Dietikon bedankt sich bei den Befragten für ihre Teilnahme.
Solche Auswertungen sind wichtig, denn sie zeigen die Stärken und Verbesserungspotenziale auf.
Zu- und Wegzugsbefragung als Benchmarkingprojekt
Das Statistische Amt des Kantons Zürich hat im Jahr 2025 in 21 Städten und Gemeinden der Kantone Aargau, Schaffhausen, St. Gallen und Zürich eine schriftliche Befragung aller Personen ab 18 Jahren durchgeführt, die im Jahresverlauf zugezogen oder weggezogen sind. Es handelt sich um ein Benchmarkingprojekt, welches im Jahr 2009 entwickelt wurde und seit 2013 Im Dreijahresrhythmus regelmässig angeboten wird. Für Dietikon war es die 5. Durchführung der Befragung.
Die Rücklaufquote beträgt im Durchschnitt über alle Gemeinden 30 % (Dietikon 25 %) für die Zuzugsbefragung und 24 % (Dietikon 17 %) für die Wegzugsbefragung.
Die Gemeinden wurden anhand von acht Profilfaktoren bewertet: Allgemeine Aspekte, Sozialstruktur, Angebote (Freizeit, Kultur, Einkaufen), Verkehrsanbindung, Engagement und Integration, Bildung und Betreuung, Ruhe und Natur, Immobilien (Qualität und Preise).












