Die Stadt Chur hat zusammen mit der Pensionskasse Graubünden eine Zwischennutzung für das Welschdöfli festgelegt. Es wird grün.
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Ein Schmetterling sitzt auf einer Blume. (Symbolbild) - dpa

Im Westen des Welschdörfli zwischen Kasernen-, Sägen- und Bienenstrasse wurde der Gebäudebestand im Frühling 2021 abgebrochen. Der rund 3'300 m2 grosse Platz wäre bereit gewesen für die Erstellung eines Neubaus der Eigentümerin Pensionskasse Graubünden. Doch gegen den städtischen Quartierplan – welcher auch diese Parzellen betrifft – liegt eine verwaltungsgerichtliche Beschwerde vor. Durch die Beschwerde sind die Baupläne bis auf unbestimmte Zeit blockiert und der Platz liegt entsprechend brach.

Es wird grün im Welschdörfli

Um die Parzelle an zentraler Lage nicht einfach brach liegen zu lassen, hat die Stadt zusammen mit der Pensionskasse Graubünden eine Zwischennutzung angedacht. Grün soll sie werden, die steinige Fläche und für die Öffentlichkeit nutzbar sein. Dies wird mit der Kombination unterschiedlicher Nutzungen erreicht.

Eine davon ist zwar grün, aber künstlich. Über 500 m2 Kunstrasen erstreckt sich das Mobile Kleinspielfeld der Stadt Chur, welches bis im Mai noch auf dem Theaterplatz stand. «Wir sind sehr dankbar, dass die Pensionskasse Graubünden der Idee offen gegenüber stand» meint die zuständige Stadträtin Sandra Maisen. «Neben der Nutzung auf unbestimmte Zeit hat die Eigentümerin auch mit grossem Aufwand den Platz planiert und so die Einsatzmöglichkeit des Spielfelds erst ermöglicht», so Maissen weiter. Im Gegensatz zum Theaterplatz ist das Spielfeld an der neuen Lage in seiner maximalen Grösse Aufgestellt.

Urban Gardening-Projekt

Nördlich des Spielfelds wächst auch schon die zweite «grüne» Nutzung. In Absprache mit der Stadt Chur organisiert die IG für lebendige Wohn- und Stadträume ein Urban Gardening Projekt mitten in der Stadt. Es steht jedermann frei, sich zu partizipieren. Die Stadt stellt über das Departement Bau Planung Umwelt die Grundlegende Infrastruktur wie Wasser und Komposterde zur Verfügung. Das Wasser hat, wie in Chur gewohnt, Trinkwasserqualität. Interessierte für das Urban Gardening-Projekt melden sich bei der Interessensgemeinschaft unter www.bienagarta.ch. Neben dem Urban Gardening soll die Fläche jedoch auch für kulturelle Interventionen jeglicher Art genutzt werden. Als erste Intervention wird der Zaun durch eine Therapiegruppe der Psychiatrischen Dienste Graubünden bemalt. «Wir hoffen, dass die Brache so mit Leben gefüllt wird und Kreatives entsteht», ergänzt Sandra Maissen «als Vorbote einer belebten Zukunft in diesem Quartier.»

Wie überall im öffentlichen Raum setzt die Stadt auch bei diesem Projekt auf einen Verantwortungsvollen Umgang der Nutzer mit den zur Verfügung gestellten Infrastrukturen und die konsequente Nutzung der Entsorgungsstellen.

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