Skorps holen Break mit Auswärtssieg in Chur
Die Skorps gewinnen auswärts bei Floorball Chur United mit 8:4 und gleichen die Serie aus. Eine starke Defensivleistung und vier Tore von Buri ebnen den Weg.

Wie der UHV Skorpion Emmental schreibt, war es keine einfache Aufgabe, die sich dem Fanionteam am Donnerstagabend, 12. März 2026, in Chur stellte: Bereits am frühen Nachmittag brach das Team ins entfernte Bündnerland auf, kickte an der Raststätte unermüdlich und erfolglos einen Fussball herum und tauschte dann glücklicherweise am Abend das runde Leder gegen den vertrauten Lochball aus.
Wiederum gehörte die Startphase dem in der Fortuna heimischen Team: Trojankova versorgte eben erwähnten vertrauten Lochball hinter Töndury in der hohen Ecke. Sechs Minuten später reagierte Söldnerin Chuda bei einem Eckfreistoss geistesgegenwärtig am schnellsten und setzte die Torschützin vom Dienst (vier persönliche Treffer legitimieren definitiv zu diesem Titel) Buri grossartig in Szene.
Ebenjene Buri glich das Spiel fünf Minuten später nach dem kurzweiligen Führungstreffer durch Weis (immerhin heute auch Doppeltorschützin) erneut aus. Wie schon beim Ausgleich zuvor bereitete die spätere Bestplayerin Naja Ritter den erstmaligen Skorpion-Führungstreffer von Buri wiederum magistral vor.
Apropos magistral: drei Minuten später beförderte Captain Thomi den Ball über das ganze Feld zur freistehenden Marti, die den Lochball unwiderstehlich in den linken Bügel zimmerte und Florin im Churer Tor nicht den Hauch einer Abwehrchance liess. Ein Tor für die Kandidatur des «Tores der Saison», wurde auf der Skorpser Bank auch mit entsprechendem Jubel und ungläubigen Blicken quittiert.
Geschlossene Teamleistung führt Skorpions zum Sieg
Was nun im Schlussabschnitt folgte, war eine reife Leistung des Teams und zeigt, wie souverän es auch bei Führung auftreten kann (wenn auch sicherlich mit Unterstützung des berühmten Momentums). Hanimann wusste ebenjenes am besten auszunutzen und traf in Back-to-Back Einsätzen zum 5:2 und 6:2. Dabei stand ersteres Tor im Bezug auf Ball-in-die-hohe-Ecke-zimmern dem vorausgehenden Treffer von Marti keineswegs nach.
Dem anschliessenden Timeout der Bündnerinnen folgte ein glänzender Auftritt der dritten Skorpser Linie, die erwähntes Momentum auf Emmentaler Seite behalten konnte und ihre bestechende Leistung aus dem ganzen Spiel bestätigte. Siegenthaler nach stupender Ballbehandlung und Buri ins verlassene Churer Tor setzten dem Spiel definitiv den Deckel auf.
Die beiden Treffer in doppelter Churer Überzahl (Florin wich bei beiden Zweiminutenstrafen gegen die Gäste einer sechsten Feldspielerin) dienten höchstens der Resultatkosmetik und trübten die Feierlichkeiten der Emmentalerinnen in keinstem Masse. Ein geschlossener Teamauftritt, ein Steigerungslauf über 60 Minuten, den die Bündnerinnen nicht mitgehen konnten, und eine überzeugende Defensivleistung (25 Blocks und gefangene Bälle von Töndury in gefühlt ähnlicher Grössenordnung).
Erwähnens- und lobenswert: Topscorerin Chuda, die scheinbar die Scorerpunkte gegen Monsterblocks austauschte. Bereits am Samstag, 14. März 2026, 16.30 Uhr,stürzen sich die beiden Teams beim ersten Heimspiel in der lauschigen BOE zurück ins Getümmel. Die Skorpioninnen haben nun die Chance, in zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen ihren Steigerungslauf fortzusetzen und in der 1:1 ausgeglichenen Serie erstmals in Führung zu gehen.






