Nervenstark zum 5:4: Wizards legen in der Serie vor
Die Wizards Bern Burgdorf kämpfen sich gegen die Skorps zurück, drehen einen 1:3-Rückstand und gewinnen das zweite Halbfinalspiel mit 5:4 in Zollbrück.

Wie die Wizards Bern Burgdorf mitteilen, wollte das Team nach dem erfolgreichen Start ins erste Halbfinalspiel beweisen, dass der erste Sieg kein Zufall war. Selbstbewusst und konzentriert starteten die Burgdorferinnen in Zollbrück in dieses zweite Halbfinalspiel.
Mit dem Anpfiff wurden die Wizards von den Skorps von der ersten Sekunde an stark unter Druck gesetzt. Doch auch die Wizards waren von Beginn weg wach und nutzten ihre Chancen immer wieder gekonnt, um den Skorps das Leben schwer zu machen.
Bereits in der zweiten Minute zahlte sich dieser Einsatz aus: Tanja Kyburz eroberte den Ball und spielte ihn präzise auf Lisa Von Arx, die nicht lange zögerte und zum 1:0 einnetzte. Die Skorps reagierten jedoch prompt und zogen sich keineswegs zurück.
1:3 zur Pause – Wizards gefordert
Die Wizards hatten Mühe, die Emmentalerinnen im Zaum zu halten, und so fiel in der sechsten Minute der Ausgleich zum 1:1. Den Wizards gelang an diesem Abend nicht alles wunschgemäss, viele Bälle versprangen und die Skorps liessen sich diese Chancen nicht entgehen.
In der zwölften Minute erzielten sie den Führungstreffer zum 2:1. Die Wizards versuchten, sich auf ihr eigenes Spiel zu konzentrieren und ihren Job weiter konsequent zu erledigen. Doch das Momentum lag zu diesem Zeitpunkt beim Heimteam. Bereits zwei Minuten später erhöhten die Skorps auf 3:1. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.
Dass die Wizards Rückstände aufholen können, haben sie in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen. Immer wieder zeigte das Team, wie gefährlich es werden kann, wenn es in Rückstand gerät. Entsprechend selbstbewusst und entschlossen traten sie im zweiten Drittel auf.
Doppelschlag bringt die Wende
Die Skorps versuchten erneut, Druck aufzubauen, und die Wizards hatten phasenweise Mühe, den Weg nach vorne zu finden. Wenn ihnen dies jedoch gelang, wurde es sofort gefährlich.
In der 26. Minute wurde der Wille nach vorne belohnt: Ilse Stoffers verkürzte auf 2:3. Die Wizards begannen nun, mehr zu kreieren und auch das zahlte sich aus. Nur eine Minute später traf Annika Morf in der 27. Minute bereits zum 3:3.
Die Zauberinnen waren zurück im Spiel, kämpften um jeden Ball, scheuten keinen Zweikampf und setzten die Emmentalerinnen damit zunehmend unter Druck. In der 35. Minute fiel dann der verdiente Führungstreffer zum 4:3. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.
Penalty bringt nochmals Spannung
Nach den Inputs des Staffs und mit neu getankter Energie starteten die Wizards ins letzte und entscheidende Drittel des Abends. Hochmotiviert kamen sie aus der Garderobe und ihr Wille war auf allen Rängen spürbar. In der 44. Minute setzte sich Tanja Kyburz stark im Zweikampf durch, drehte sich sehenswert frei und liess die Halle mit dem Treffer zum 5:3 beben.
Diese Freude wurde in der 47. Minute durch ein Bodenspiel und den daraus resultierenden Penalty für die Skorps etwas gedämpft. Die Gegenspielerin lief an, Ella-Fée Greber war bereit, doch die Skorps verkürzten auf 5:4.
Die Wizards hielten die knappe Führung jedoch weiterhin in den eigenen Händen und wollten sie nicht mehr hergeben. Die Zauberinnen warfen sich in jeden Zweikampf, pushten sich gegenseitig und klärten eine gefährliche Situation nach der anderen.
Defensive hält dem Schlussdruck stand
Auch mit einer zusätzlichen Feldspielerin gelang es den Emmentalerinnen nicht mehr, die Defensive der Wizards zu bezwingen. Mit einem starken Auftritt und enormem Kampfgeist sicherten sich die Wizards den zweiten Sieg in dieser noch jungen Serie. Bereits am Samstag geht es weiter: Anpfiff ist um 19 Uhr in Burgdorf.






