Auf den Berner Strassen haben sich 2020 erneut weniger Unfälle ereignet als im Vorjahr.
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Leere Strassen in Bern - Keystone

Auf den Berner Strassen haben sich 2020 erneut weniger Unfälle ereignet als im Vorjahr. Insgesamt 23 Personen kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Mehr als die Hälfte der Getöteten oder schwer Verletzten waren Teilnehmende des Langsamverkehrs, wie die Berner Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte. Sie wird deshalb auch 2021 einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf dieses Segment legen.

Als erfreulich wertet die Polizei, dass 2020 im Kanton Bern das zweite Jahr in Folge weder Kinder noch Jugendliche bei Verkehrsunfällen getötet wurden.

Im Jahr 2020 verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 5199 Verkehrsunfälle, ein Rückgang um 297 Fälle. 2864 Personen wurden verletzt (-239 Personen).

Fast zwei Drittel der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle ereigneten sich innerorts, fast ein Viertel ausserorts. Dazu kommen noch 680 Unfälle auf Autobahnen, wie die Polizei in ihrer Mitteilung schreibt.

Wie bereits im Vorjahr haben ältere Lenker über 64 Jahre mehr Unfälle verursacht als die jüngeren Lenker zwischen 18 und 24 Jahren. Bei den Unfällen mit Seniorinnen und Senioren ging es meist um das Missachten des Vortritts. Bei den Jungen spielte mangelnde Fahrpraxis und überhöhte Geschwindigkeit eine grosse Rolle.

Bei den insgesamt 5199 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen standen Lenkerinnen und Lenker 467 Mal unter Alkoholeinfluss (+35). 71 Mal wurde Drogenkonsum nachgewiesen (+1) und in 41 Fällen waren Personen unter Medikamenteneinfluss unterwegs (-22).