Suchtbericht zeigt: Versorgung stösst an ihre Grenzen
In der Stadt Bern nehmen komplexe Suchtprobleme zu. Der neue Jahresbericht verdeutlicht den engen Zusammenhang zwischen Sucht und psychischer Not.

Wie die Stadt Bern berichtet, hat der Gemeinderat den Jahresbericht Sucht 2024 und 2025 der Stadt zur Kenntnis genommen. Die zwei Berichtsjahre wurden aus Ressourcengründen in einem Bericht zusammengefasst.
Der Bericht dient als Grundlage für die fachliche Einordnung aktueller Entwicklungen und als Orientierung für die weitere Suchtarbeit in Bern. So zeigt der Bericht auf, dass sich in den beiden Jahren der Trend zu einer zunehmenden Verdichtung und Komplexität der Problemlagen im Suchtbereich fortgesetzt hat.
Es stellt sich vermehrt heraus, dass Suchterkrankungen eng mit psychischen Belastungen und instabilen Lebenssituationen verbunden sind. Dies stellt erhöhte Anforderungen an die bestehenden Strukturen.
Zugang zu Hilfe oft erschwert
Besonders herausfordernd bleibt die Situation im Bereich Wohnen und Obdach. Im Versorgungsbereich zeigen sich in Bezug auf die kantonalen Angebote Grenzen: Psychiatrische und therapeutische Angebote sind häufig stark ausgelastet oder für die Zielgruppen nur schwer zugänglich.
Für die kommenden Jahre besteht insbesondere auf kantonaler Ebene Handlungsbedarf darin, bestehende niederschwellige und zielgruppengerechte Angebote aufrechtzuerhalten und sie weiterzuentwickeln. Die Zugänglichkeit bestehender Strukturen soll verbessert sowie ausreichende Kapazitäten in zentralen Versorgungsbereichen sichergestellt werden.






