Kanton Bern: Mehr Transparenz von den Berner Hochschulen gefordert
Die Bildungskommission des Kantons Bern anerkennt die Leistungen der Hochschulen. Sie fordert mehr Transparenz und stützt 5,6 Millionen Franken für «BeLEARN».

Die Bildungskommission (BiK) hat die Geschäftsberichte 2025 der Berner Universität, der Berner Fachhochschule (BFH) und der Pädagogischen Hochschule Bern (PHBern) vorberaten. Sie anerkennt die Leistungen der Hochschulen ausdrücklich und ihre Bedeutung für einen starken Bildungsstandort Bern. Die Hochschulen erfüllen die ihnen gesetzlich übertragenen Aufträge umfassend und in guter Qualität.
Deshalb folgt die Kommission dem Antrag des Regierungsrates und beantragt dem Grossen Rat, die drei Geschäftsberichte 2025 zur Kenntnis zu nehmen.
Mehr Transparenz bei politischen Aufträgen
Gleichzeitig will die Kommission die Transparenz bei der Umsetzung politischer Forderungen erhöhen. Heute gibt es zahlreiche parlamentarische Vorstösse, Planungserklärungen und Auflagen mit Bezug zu den Hochschulen – etwa zum künftigen Standort des Tierspitals, zum Neubau des Campus der BFH oder zur Immobiliensituation der Hochschulen. Zwar informiert der Regierungsrat jährlich über den Stand der parlamentarischen Vorstösse, Planungserklärungen und Auflagen.
Nach Ansicht der Kommission ist die Übersicht im Hochschulbereich jedoch erschwert, weil verschiedene Direktionen zuständig sind. Mit einer Planungserklärung verlangt sie deshalb, dass die künftige Berichterstattung zu den Geschäftsberichten der Hochschulen einen eigenen Abschnitt zu den aktuellen Forderungen des Grossen Rates enthält. Dieser soll aufzeigen, welche Aufträge die jeweilige Hochschule betreffen, wie weit deren Umsetzung ist und welche Fristen vorgesehen oder gesetzlich festgelegt sind.
5,6 Millionen Franken für Kompetenzzentrum zur digitalen Bildung
Die Kommission unterstützt zudem den vom Regierungsrat beantragten Kredit von 5,6 Millionen Franken für den Aufbau des Kompetenzzentrums «BeLEARN» für die digitale Transformation in der Bildung. Der Kredit ist für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen und umfasst jährlich 2,8 Millionen Franken. Das gemeinsame Projekt der BFH, der Universität Bern und der PHBern soll die unterschiedlichen Kompetenzen der Hochschultypen zusammenfassen und damit die digitale Transformation in der Bildung unterstützen.
Mit dem Kredit setzt der Regierungsrat eine Forderung der im Winter 2025 überwiesenen Motion 067-2025 der Finanzkommission um.
Kredit an gesetzliche Grundlage geknüpft
Die Kommission beantragt dem Grossen Rat, den Kredit unter einer Auflage zu bewilligen: Innerhalb der regulären Frist von zwei Jahren soll dem Grossen Rat eine ausreichende gesetzliche Grundlage für die finanzielle Unterstützung des Vereins BeLEARN vorgelegt werden. Darin sollen auch die Rahmenbedingungen, beispielsweise das Controlling, sowie die Übertragung von Aufgaben an den Verein geregelt werden. Damit stellt die BiK sicher, dass auch der Forderung der Motion nach einer tragfähigen rechtlichen Grundlage für die Unterstützung des Vereins BeLEARN Rechnung getragen wird.
Der Grosse Rat wird die drei Hochschulberichte und das Kreditgeschäft in der Herbstsession 2026 beraten.






