Emmental: Skorpion Emmental dreht Partie und siegt 7:5

    UHV Skorpion Emmental
    UHV Skorpion Emmental

    Bern,

    Die Unihockeyfrauen des UHV Skorpion Emmental haben in Amsteg UR bei Floorball Uri 7:5 gewonnen – nach einem 0:2-Rückstand in den ersten sieben Minuten.

    Emmental
    Tor auf dem Fussballfeld (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Leistungsorientiert betrachtet kann man den Saisonstart der Skorps durchaus als gelungen betrachten. Im Cup eine Runde weiter und zum Meisterschaftsauftakt zu Hause gegen Liga-Krösus Zug erst spät und nach tollem Fight in der Overtime leider verloren… Jetzt also die Reise nach «Üri», in dem durchaus imposant mitten in den Bergen gelegenen Amsteg sollte wie das durch die Topografie verursachte Wechselspiel von Licht und Schatten die favorisierten Gäste irgendwie auch beeinflusst haben.

    Die ohne einige Verletzte oder Kranke angereisten Skorpione erwischten einen sehr «schattigen» Start. Ungeduldig und kaum präzise war es fahrig und wenig erfreulich, was die Grünen da zeigten. Dazu spielte das im Vergleich zur letzten Saison verbesserte Uri mit Schwung, Druck und schnellem Spiel einen mutigen Start und führte nach 7 Minuten durchaus verdient mit 2:0!

    Simonsson und Svarfvar treffen gegen Deputantin Joëlle Schaad im Skorps-Tor, was allerdings wenig mit ihrer, sondern eher mit der Leistung der Vorderleute zu tun hatte. Das war dann aber doch des Schlechten zu viel und gerade die nominell 2. Linie um Center Steinmann spielte nun aggressiver und provozierte Fehler. Plötzlich stand da Aline Marti, spätere Bestplayerin, vollkommen frei vor dem Tor und liess sich nicht zweimal bitten.

    Der Anschluss in der 14. Minute war da, auch die anderen beiden Linien schienen jetzt angekommen zu sein. In der 18. Minute drehten die mittlerweile dominanten Bernerinnen innerhalb von 4 (!!) Sekunden das Spiel komplett. Selina Dominguez mit einem schnellen Angriff über links und die ab da omnipräsente Topskorerin Haldemann nach von Siegenthaler gewonnenem Bully trafen in Kürze zum 2:3 Pausenstand.

    Eigentlich wollte man jetzt genau so weiterspielen, so recht wollte das aber nicht gelingen… Uri blieb ungemütlich, die Skorps fehlerhaft… Dazu entwickelte sich so langsam eine gewisse Härte, die, wenn auch etwas unglücklich, von den Schiedsrichtern sanktioniert wurde und nach 24 min zur ersten Strafe gegen Uri führte. Nach 1,5 Minuten Powerplay traf dann Capitan Thomi mit schönem Hocheckschuss zum 2:4, vorbereitet hatte Marti. Marti war es auch, die, auch wenn, ausser den Unparteiischen wohl niemand wusste, warum … in der 34. Minute auf der Strafbank Platz nehmen musste.

    Ein tolles Uri-Powerplay krönte dann Leonie Christen mit einem super Schuss zum 3:4 … Ja, der Uri-Stier blieb dran. Und schon ertönt die Schiri-Pfeife wieder, diesmal Siegenthaler, die eine Zwangspause auferlegt bekam… Nur dass diesmal plötzlich die in Unterzahl agierenden Skorps kontern durften, wieder Marti befreit und lanciert in einem, Buri, die mit einem imposanten Sprint den Ball holt und das Tor erzielt! Supakova traf dann im selben Powerplay für Uri doch noch und sie blieben dran.

    Die Favoritinnen versuchten weiter, endlich eine grössere Differenz zu schaffen. Einen dieser schnellen Angriffe konnte dann nur mit Notbremse beendet werden, ein Fall für Marylin Thomi, Penalty souverän verwertet! Einer der schöneren Spielzüge kurz vor Schluss des 2. Drittels schloss dann Buri noch zum 4:7 ab, tolle Vorarbeit von hinter dem Tor der bereits in toller Frühform befindlichen Marti. Was ein spektakuläres Drittel, Pause.

    Uri schoss per Penalty das 5:7

    Deckel drauf war das Motto des dritten Abschnitts und auch das stellte sich als schwieriger dar als erhofft. Uri versuchte mit allem, was sie hatten, den Anschluss zu schaffen, die Skorps konnten die doch seltenen Angriffe nicht erfolgreich gestalten. Sodass Sabrina Rütiman-Bösch per Penalty tatsächlich das 5:7 schoss und für eine aus Emmentaler Sicht unnötig spannende Schlussphase sorgte!

    Jene wurde dann doch dank einigen wichtigen Blocks und der weiterhin toll spielenden Schaad im Skorps-Kasten überstanden… 3 Punkte, nicht mehr, aber auch nicht weniger!

    Bravo Schöggu zum Debut und schön, dass Jane Salzmann und Sina Duner zurück sind nach einer Verletzungen … Wir freuen uns, wenn auch du dabei bist, nächsten Sonntag um 17.00 Uhr, wenn unsere Frauen auf die Riders aus Dürnten treffen!

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