Die Basler Immobiliengesellschaft Warteck Invest hat im Geschäftsjahr 2021 dank einer weiter gesunkenen Leerstandsquote mehr Mieteinnahmen erzielt und entsprechend auch den Gewinn gesteigert. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende erhalten.
Warteck Invest.
Warteck Invest konzentriert sich auf die Bewirtschaftung von Wohn- und Geschäftsliegenschaften in der deutschsprachigen Schweiz. - Keystone

Der Reingewinn legte um 2,4 Prozent auf 27,4 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bereinigt um den Effekt aus der Neubewertung des Immobilienportfolios legte der Konzerngewinn gar um 5,6 Prozent zu. Die Dividende soll unverändert bei 70 Franken je Aktie liegen.

Wegen der Corona-Pandemie kam es auch in der Schweiz zu einem erneuten Lockdown sowie im ganzen Jahr zu Phasen mit Homeoffice-Pflicht. Dadurch sei eine Reihe von Mietenden in finanzielle Engpässe geraten. Warteck gewährte deshalb Mietzinserlasse von insgesamt 0,25 Millionen Franken.

Die Corona-bedingten Mietausfälle konnten aber durch eine noch einmal gesenkte Leerstandsquote mehr als ausgeglichen werden. Die entsprechende Quote ging um 0,6 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent zurück. Der Erfolg aus Vermietung erhöhte sich entsprechend um 0,7 Prozent auf 30,8 Millionen.

Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um 2,0 Prozent auf 39,0 Millionen, was Warteck vor allem mit dem Bewertungsergebnis und den höheren Mieteinnahmen begründet. Denn die Liegenschaften erfuhren als Folge der weiter gesunkenen Diskontsätze auch im Berichtsjahr eine Aufwertung.

So stieg der Marktwert des Portfolios dank der Aufwertungen und der im Rahmen von Projekten vorgenommenen Investitionen um 4,3 Prozent auf 874,4 Millionen Franken. Im Berichtsjahr seien zwar keine Liegenschaften dazugekauft worden, die laufenden Projekte seien aber weiter vorangetrieben und zum Teil abgeschlossen worden. Zudem wurden neue Projekte lanciert.

Einen konkreten Ausblick für 2022 macht das Unternehmen nicht. Das Unternehmen zeigt sich aber «überzeugt, dass die Voraussetzungen für eine nachhaltig positive Entwicklung von Warteck Invest weiterhin gegeben sind.»

Da das Homeoffice das Büro nicht ersetze, sondern lediglich ergänze, sei nicht von einem Einbruch der Nachfrage nach Büroflächen auszugehen, heisst es weiter mit Blick nach vorne. Und der Wohnsektor dürfte zudem von einer steigenden Zuwanderung und der Wiederansiedelung von Arbeitsplätzen in der Schweiz profitieren.

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