«Shifting Matters» bringt Bewegung in den Kunstraum

Stadt Baden
Stadt Baden

Baden,

In «Shifting Matters» zeigen der Kunstraum Baden und White Frame eine Ausstellung über Transformation als beweglichen Zustand. Vernissage ist am 20. März.

Die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Baden.
Die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Baden. - Nau.ch / jpix.ch

Wie die Stadt Baden berichtet, zeigen in «Shifting Matters» der Kunstraum Baden und White Frame eine gemeinsame Ausstellung, die Transformation als beweglichen Zustand ins Zentrum rückt.

Die Werke von Vanessa Billy, Maya Bringolf, Jannik Giger und Zimoun setzen Materialien, Klänge und Prozesse in Bewegung und machen Veränderung räumlich wie körperlich erfahrbar. Am Freitag, 20. März 2026, lädt der Kunstraum Baden zur Vernissage ein.

«Shifting Matters» geht von einer einfachen, zugleich grundlegenden Frage aus: Was bleibt, wenn sich alles bewegt? Die Ausstellung richtet den Blick auf Transformation – nicht als abgeschlossenen Moment, sondern als offenen Prozess. Sie zeigt, wie Veränderung in Materialien, Klängen, Räumen und körperlicher Wahrnehmung sichtbar und spürbar wird.

Zugleich fragt sie, wie wir uns in einer sich ständig wandelnden Welt zu Materialien, Umgebungen und zueinander verhalten. Spuren von Nutzung, Erinnerung und Erfahrung verbinden dabei Vergangenheit und Gegenwart.

«Shifting Matters»: Ein Titel als Programm

Der Titel «Shifting Matters» ist programmatisch. «Shifting» verweist auf Bewegung, Übergang, Umlagerung – auf Zustände, die sich fortlaufend neu formieren. «Matters» bezeichnet sowohl Materialien und Körper als auch Anliegen, Prioritäten und Bedeutungen.

Zusammen eröffnen die beiden Begriffe ein Feld, in dem Materie, Wahrnehmung und Bedeutung nicht festgelegt sind, sondern sich ständig verschieben.

Transformation erscheint in der Ausstellung als Prozess: in Reibung, Wiederholung und Instabilität, im Sammeln von Spuren und im Entstehen neuer Beziehungen zwischen Körpern, Dingen und Umgebungen.

Die Arbeiten der vier Künstler verbinden organische und technische Systeme, Klang und Bewegung sowie Regel und Abweichung. Veränderung zeigt sich dort, wo Rhythmus entsteht, wo Material sich widersetzt, wo Handlungen stocken oder weiterlaufen und wo Raum neu erfahren wird.

Künstler setzen unterschiedliche Schwerpunkte

In ihren Werken setzen die beteiligten Künstler unterschiedliche Schwerpunkte: Vanessa Billy untersucht die Beziehung zwischen Körper, Umwelt und Material. Recyceltes Glas, Metalle, Kunststoffe und organische Substanzen greifen ineinander.

Ihre Werke machen Druck, Zeit und Erinnerung als Kräfte sichtbar, die Materie formen und Grenzen zwischen Lebendigem und Unbelebtem verschieben. Maya Bringolf arbeitet mit gefundenen und recycelten Materialien, die sie zu dichten Assemblagen verbindet. Ihre skulpturalen Formen wirken im Werden: brüchig und gespannt, zwischen organischer Auswucherung und architektonischem Fragment.

Kunst zwischen Klang, Material und Wandel

Prozesse von Nutzung, Umnutzung und Verfall werden unmittelbar sichtbar. Jannik Giger erforscht Wandel durch Klang, Gestik und Bild. Seine Arbeiten basieren auf Regeln, Partituren und performativen Abläufen, die ausgeführt, unterbrochen und neu konfiguriert werden.

Klang und Bild verhalten sich dabei wie instabile Systeme, in denen Bedeutung aus Wiederholungen, Fehlern und Abweichungen entsteht. Zimoun entwickelt klangliche Installationen aus einfachen, mechanischen Elementen.

Durch Wiederholung und minimale Variationen entstehen Rhythmen, die sich über die Zeit verändern. Bewegung wird in akustische Resonanz übersetzt und setzt Raum und Wahrnehmung in ein kontinuierliches Gleiten.

Kunst als Raum der Veränderung

Im Zusammenspiel der Arbeiten entsteht ein vielschichtiges Gefüge aus Formen, Klängen und Wahrnehmungen. «Shifting Matters» entfaltet sich dabei als Parcours: Die Nähe, Überlagerung und Resonanz der Werke erzeugen Situationen, die sich mit jeder Bewegung und jedem Moment verändern.

So bietet die Ausstellung keinen abschliessenden Blick auf Transformation. Sie schafft vielmehr einen Ort, an dem Instabilität, Erneuerung und das Potenzial stetiger Veränderung erfahrbar werden.

Die Ausstellung wird kuratiert von Patrizia Keller (Leiterin Kunstraum Baden) und Chantal Molleur (Mitbegründerin und leitende Kuratorin White Frame).

Ausstellungsstart im Kunstraum

Die Ausstellung «Shifting Matters. Vanessa Billy, Maya Bringolf, Jannik Giger, Zimoun» ist vom 21. März bis 28. Juni 2026 im Kunstraum Baden zu sehen.

Die Vernissage findet am Freitag, 20. März 2026, statt: Türöffnung ist um 18.30 Uhr, die Begrüssung durch Stadträtin Steffi Kessler sowie die Einführung in die Ausstellung durch Patrizia Keller (Leiterin Kunstraum Baden) und Chantal Molleur (White Frame) beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Bernmobil
8 Interaktionen
Bus-Stopp
Kolumne Jugendliche Handy
108 Interaktionen
Maria Brasser

MEHR BADEN

MEHR AUS BADEN

Neuenhof
kirche
9 Interaktionen
Birmenstorf AG
Handball Symbolbild
Handball