Die Firma Benpac hat die Belegschaft aus Schattdorf UR in den Kanton Nidwalden verlegt. Die Urner Regierung ist verärgert.
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Das Wappen von Uri. (Symbolbild) - Keystone

Die Urner Regierung verfolgt mit Sorge die Entwicklung rund um die Firma Benpac, die Ende 2019 den Industriebetrieb der Berghoff-Gruppe in Schattdorf übernommen hatte. Die Firma hat die Belegschaft in den Kanton Nidwalden verlegt.

Hintergrund seien Mietausstände für das Gebäude in Schattdorf, sagte Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind am Mittwoch im Parlament auf eine Nachfrage von Viktor Nager (SP). Nach seinen Informationen sei die Verlegung nach Stans NW temporär.

Die Benpac Holding hatte im Dezember 2019 vorerst die Arbeitsplätze im Kanton Uri gesichert, nachdem die deutsche Berghoff-Gruppe ankündigte, den Betrieb in Schattdorf einzustellen. Sie hatte dort mit 71 Mitarbeitenden hochpräzise und komplexe Frästeile hergestellt.

Die Benpac übernahm damals sämtliche Mitarbeitenden und liess verlauten, diese könnten an ihrem angestammten Arbeitsplatz ihre bisherige Arbeit weiterhin verrichten. Laut Camenzind sind mittlerweile nur noch rund 30 Mitarbeitende übrig.

Von der Verlagerung betroffen seien auch Lernende. Aktuell werde der Übertrag der Lehrverträge auf den Kanton Nidwalden geprüft. Wahrscheinlich könne man aber deren Schulort für das Abschlussjahr 2022 noch im Kanton Uri halten.

Es sei «keine gefreute Sache», sagte Camenzind. Und er mache sich auch keine grosse Hoffnung. Die Benpac Firmengruppe mit Holdingsitz in Stans NW ist laut eigenen Angaben national und international tätig. In der Schweiz verfügt sie über Produktionsstätten in Stans, Stein AG, St. Gallen, Etzgen AG und Risch ZG.

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