Sylvia Läubli übernimmt für die kommende Amtszeit das Zepter im Urner Landrat. Das Parlament hat am Mittwoch die 64-jährige SP-Politikerin zur höchsten Urnerin gewählt. Mit Vizepräsidentin Cornelia Gamma (FDP) ist die Ratsleitung neu in Frauenhand.
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Der Urner Landrat. - Keystone

Läubli wurde einstimmig gewählt. Die pensionierte Juristin aus Erstfeld ersetzt Ruedy Zgraggen (CVP). Martin Huser (SVP) rückt zum ersten Stimmenzähler nach, neu gewählt als zweiter Stimmenzähler wurde Kurt Gisler (CVP) aus Altdorf.

Die neue Landratspräsidentin sitzt seit 2016 im Urner Kantonsparlament und setzte bei Verkehrs- und Finanzthemen Akzente. Von 1987 bis 1990 war sie im Gemeinderat von Erstfeld und danach noch längere Zeit für die Gemeinde in der Kommission für die Bau- und Zonenordnung tätig. 2013 bis 2021 präsidierte sie die neu eingesetzte BZO-Kommission.

Die Anwältin arbeitete ab 1988 bis zu ihrer Pensionierung 2017 in der Rechtsabteilung der Suva. Läubli ist verheiratet und lebt in Erstfeld, wo sie aufgewachsen ist. In ihrer Freizeit fährt sie Ski und liest gerne.

Sie wolle das Parlament sicher und speditiv durch die Geschäfte führen, sagte Läubli in ihrer Antrittsrede. Als Sozialdemokratin gehöre sie im Kanton Uri zwar selten zur Mehrheit. Sie finde es aber wichtig, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, dafür sei das Parlament da.

Mit Blick auf die Gleichberechtigung wünsche sie sich, dass in der siebenköpfigen Urner Regierung bald wieder eine Frau vertreten wäre. Zudem äusserte sie die Hoffnung, in ihrer Amtszeit zurück ins Ratshaus zu wechseln. Der Urner Landrat tagt seit der Coronapandemie im Uristiersaal.

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