Wie die Gemeinde Allschwil berichtet, hat der Gemeinderat kein Verständnis für die Zurückstufung des Zubringers Bachgraben.
Die Gemeindeverwaltung und das Gemeindezentrum an der Baslerstrasse 111 in Allschwil.
Die Gemeindeverwaltung und das Gemeindezentrum an der Baslerstrasse 111 in Allschwil. - Nau.ch / Werner Rolli

Der Bund unterstützt kantonale und regionale Agglomerationsprogramme finanziell mit insgesamt 1,3 Milliarden Franken. In seiner Botschaft zum 4. Agglomerationsprogramm ist der für die Erschliessung des Entwicklungsgebietes Bachgraben-Allschwil wichtige Zubringer Bachgraben Allschwil (ZUBA) nicht als A-Massnahme aufgeführt.

Beim Allschwiler Gemeinderat sorgen die Pläne des Bundesamts für Raumplanung für grosses Unverständnis. Er steht voll und ganz hinter dem für die Allschwiler Bevölkerung und die Unternehmen wichtigen Projekt. Deshalb wird er den Kanton in der bis Ende September 2022 dauernden Vernehmlassung mit allen Kräften dabei unterstützen, um den Bundesrat davon zu überzeugen, einer besseren Erschliessung des boomenden Bachgraben-Areals eine höhere Priorität einzuräumen.

Der Schweizer Bundesrat hat am 10. Juni 2022 die Vernehmlassung zur Botschaft der Agglomerationsprogramme der 4. Generation gestartet. Das Agglomerationsprogramm Basel schneidet mit einem Investitionsvolumen von 565 Millionen und einem Bundesbeitrag von 226 Millionen im nationalen Vergleich der 32 Programme gut ab.

Der Bundesrat stuft den Zubringer Bachgraben (ZUBA), der von der A3 beim Grand Casino Basel ins aufstrebende Wirtschaftsgebiet in Allschwil geführt werden soll, allerdings als nicht dringlich ein, was beim Gemeinderat Allschwil für grosses Unverständnis sorgt.

Zeitnahe ZUBA-Realisierung ist äusserst wichtig

Für den Allschwiler Gemeinderat steht ausser Zweifel, dass eine zeitnahe Realisierung des Zubringers dringend und wichtig ist, da sich die bereits heute stark belastete Verkehrssituation in absehbarer Zukunft wegen einer grossen Zunahme an Arbeitsplätzen weiter zuspitzen würde.

Er steht auch deshalb voll und ganz hinter dem interkantonal abgestimmten Projekt mit weitreichenden Auswirkungen für die Gemeinde, den Kanton Basel-Landschaft und die angrenzenden Quartiere des Stadtkantons, da der Zubringer Teil eines Verbundes ist, der die verschiedensten Verkehrsträger Tram, Velo, Fusswege und motorisierter Individualverkehr (MIV) bestens berücksichtigt.

Gemeinderat setzt sich tatkräftig für ZUBA-Projekt ein

Bis zur Eingabefrist der Stellungsnahmen am 10. September 2022 und darüber hinaus wird der Gemeinderat Allschwil den Kanton Basel-Landschaft im Rahmen seiner Möglichkeiten tatkräftig dabei unterstützen, damit das Bundesamt für Raumplanung das für die Einwohner und die Unternehmen von Allschwil derart wichtige Projekt wieder als dringliche A-Massnahme ins Agglomerationsprogramm aufnimmt.

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