Nach erfolgreichen Jahren verlässt Misha Kaufmann den HSC Suhr Aarau auf eigenen Wunsch und geht zum ThSV Eisenach. Kaufmanns Nachfolger wird Aleksandar Stevic.
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Misha Kaufmann in Action - HSC Suhr Aarau; Alexander Wagner

Nach dem Aufstieg in die NLA im Frühling 2016 hat Misha Kaufmann das Zepter bei unserer 1. Mannschaft übernommen. Wenige Monate zuvor musste er im Alter von 32 Jahren seine Spielerkarriere aufgrund einer schweren Knieverletzung beenden.

Der HSC Suhr Aarau schenkte Kaufmann das Vertrauen, obwohl er damals noch nicht die nötige Trainerlizenz ausweisen konnte. Nun geht eine Ära zu Ende. Misha Kaufmann verlässt den Verein auf eigenen Wunsch und übernimmt den ThSV Eisenach aus der 2. Bundesliga.

Misha Kaufmanns Verdienste sind enorm. Er hat den HSC Suhr Aarau im ersten Jahr ohne Probleme in der obersten Schweizer Spielklasse halten können und hat das Team kontinuierlich weiterentwickelt.

Der HSC war dank Kaufmann defensiv stark und erfolgreich

Schon bald war unsere Mannschaft landesweit dafür bekannt, dass sie eine enorm starke Defensive hat. Das ist auch heute noch so. Zudem erreichte Kaufmann mit dem HSC einmal – es war im Jahr 2020 – den Cupfinal, der wegen des Coronavirus aber nie ausgetragen worden ist.

Als «Trost» durfte der HSC Suhr Aarau im August 2020 am Supercup teilnehmen und gewann diesen und damit den ersten nationalen Titel seit 20 Jahren. Im Weiteren qualifizierte sich der HSC unter Kaufmann mindestens für die Finalrunde.

Als die Playoffs dann ab 2017 und 2018 mit dem Viertelfinale begannen, war der HSC immer mit von der Partie. In der Saison 2020/2021 gelang die erstmalige Halbfinalqualifikation.

Kaufmann freut sich auf sein neues Amt

Über seine Zeit beim HSC Suhr Aarau sagt Misha Kaufmann: «Ich habe jeden Tag in den letzten neun Jahren mein Herz in diesen Verein investiert. Ich habe viele enge Freunde gefunden hier.»

Er habe viele Erfolge feiern und Highlights erleben dürfen – als Spieler und als Trainer. Am meisten gebe ihm wohl der gewonnene Supercup gegen die Kadetten im Jahr 2020. Und auch sein letztes Spiel am gestrigen Sonntag gehört dazu: «Das Kapitel HSC mit dem Spiel abzuschliessen, auf das der Verein 14 Jahre lang gewartet hat, ist sehr schön.»

Sein neues Amt ist für ihn auch eine Ehre, aber keinesfalls ein einfacher Schritt. Kaufmann sagt: «Ich hatte das Gefühl, dass sich mir eine einmalige Gelegenheit bietet. Der ThSV Eisenach hat unglaubliche Perspektiven. Ich hoffe schwer, dass mir die HSC-Familie meinen Weggang verzeiht.»

Kaufmann verlässt auch seine Komfortzone, indem er Freunde und Familie in der Schweiz lässt und selbst nach Deutschland zieht. Unserem HSC wünscht er nur das Beste: «Ich hoffe, dass der Verein seinen Weg weiterhin kompromisslos geht.»

Aleksandar Stevic wird Kaufmanns Nachfolger

Ab heute Montag wird bereits sein Nachfolger die Trainings mit der Mannschaft leiten. Es ist Aleksandar Stevic.

Der 39-jährige Serbe hat in den vergangenen vier Saisons den BSV Bern trainiert und mit den Hauptstädtern einmal den Cupfinal erreicht, qualifizierte sich zweimal für die Playoff-Halbfinals und durfte im EHF Cup teilnehmen.

Als Spieler stand er unter anderem für Balingen-Weilstetten und Pfullingen in der Bundesliga auf der Platte. Als Trainer wurde er mit der A-Jugend von Balingen-Weilstetten Süddeutscher Meister.

Für Stevic geht es gleich mit einem vollen Programm los

Aleksandar Stevic sagt zu seinem neuen Job: «Ich habe keine fünf Minuten gebraucht, bis ich Ja gesagt habe. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich hier arbeiten darf.» Er freue sich vor allem auf die grossartige Atmosphäre in der Schachenhalle, die er bereits kennenlernen durfte – allerdings noch als Gegner.

Viel Angewöhnungszeit hat Stevic nicht, denn bereits am Mittwoch steht das Auswärtsspiel in Genf an, danach geht es mit dem Schlafcar direkt weiter zum Europacup-Rückspiel in Krems.

Das erste Heimspiel unter dem neuen Trainer bestreitet der HSC am 14. November gegen Wacker Thun.

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