Manuel Zehnder, der Topscorer des HSC Suhr Aarau, verlässt seinen aktuellen Verein, um in die Bundesliga zu wechseln und sich einen Kindheitstraum zu erfüllen.
Manuel Zehnder
Manuel Zehnder - HSC Suhr Aarau

Der aktuelle Topscorer des HSC Suhr Aarau verlässt den Verein am Ende der Saison in Richtung Bundesliga. Als Manuel Zehnder mit dem Handballspielen beginnt, besucht er noch die Spielgruppe.

Schnell aber zieht es ihm den Ärmel rein und er spielt fortan beim TV Suhr. Mit zwölf Jahren wagt er den Schritt in Richtung Sportschule und ebnet sich damit gewissermassen den Weg hin zum professionellen Handballer.

Was folgt, ist eine enorme Entwicklung des talentierten, aber noch eher kleinen Spielers Manuel Zehnder. In der U15 spielt er wegen seiner Grösse teilweise noch am rechten Flügel, aber bereits mit 17 Jahren debütiert er in der Nationalliga A.

Das ist am 19. November 2016 gegen den RTV Basel. Am 13. Dezember 2016 gelingt ihm dann in Thun der erste Treffer in der höchsten Schweizer Liga.

Zehnder ist der zweitbesten Scorer in der Quickline Handball League

Dank Doppellizenzen beim HV Olten in der ersten Liga und den Pfadi Espoirs in der Nationalliga B holt er sich die nötige Spielpraxis und entwickelt sich damit auch weiter.

Nebenher kommt er auch beim Fanionteam des HSC Suhr Aarau immer öfter und länger zum Einsatz. Seit der Saison 2020 und 2021 ist er unumstrittener Stammspieler und zuletzt führte kein Weg mehr an ihm vorbei.

In den letzten acht Spielen – Cup inklusive – warf er fünfmal mehr als zehn Tore – und hat sich damit zum zweitbesten Scorer in der Quickline Handball League gemausert.

Für Zehnder geht ein Kindheitstraum in Erfüllung

Die aktuelle Saison wird allerdings seine letzte im Dress des HSC Suhr Aarau sein, mit dem er nach wie vor grosse Ziele verfolgt und um die nationalen Titel mitspielen will. Danach wird Manuel Zehnder für den HC Erlangen in der deutschen Bundesliga auflaufen.

Der aktuelle 13. der Meisterschaft hat einige hochkarätige Spieler wie Steffen Fäth, Simon Jeppson oder Johannes Selin im Kader. Was aber hat für Manuel Zehnder den Ausschlag gegeben, dass er sich dem HC Erlangen anschliessen wird?

«Es tönt zwar einfach, aber bei Erlangen hat alles gestimmt. Die Vereinsführung ist mir auf Anhieb sympathisch gewesen, mit Raúl Alonso ist ein Sportchef am Ruder, der mich mit der Vereinsvision begeistern konnte.»

Mit dem Wechsel in die Bundesliga geht selbstverständlich auch ein Kindheitstraum in Erfüllung. «In dieser Liga zu spielen, sich mit allen Topmannschaften messen zu können und auch gegen sie zu gewinnen – darauf freue ich mich am allermeisten», sagt Manuel Zehnder.

Auch für den HSC ist es ein historischer Wechsel

Der Wechsel Manuel Zehnders hat für den HSC Suhr Aarau zwei Seiten. Einerseits, so sagt es Sportchef Mike Conde: «Sportlich und menschlich ist Manuels Abgang ein riesiger Verlust für uns, das ist klar.»

Andererseits ist die Freude auch gross, denn: Manuel Zehnder ist der erste Spieler, der alle Nachwuchsstufen beim HSC Suhr Aarau durchlaufen hat, dem Verein immer die Treue gehalten hat und den Sprung vom HSC direkt in die Bundesliga schafft.

Diese Tatsache macht den Verein enorm stolz, darf als historisch bezeichnet werden und sie unterstreicht die hervorragende Jugendarbeit der vergangenen Jahre. Manuel Zehnder wurde insgesamt dreimal Schweizer Meister mit Teams des HSC Suhr Aarau, zweimal mit der U15 und einmal mit der U19.

Zudem konnte sich bei den fünf letzten Vergaben des besten Nachwuchsspielers an den «Swiss Handball Awards» viermal ein Spieler des HSC Suhr Aarau den Titel sichern. Das waren Tim Aufdenblatten, Timothy Reichmuth, Manuel Zehnder und zuletzt Leonard Grazioli.

Seine letzte Saison soll noch sehr erfolgreich werden

Und wer oder was hat Manuel Zehnder am meisten geprägt in diesen 16 Jahren beim TV Suhr und dem HSC Suhr Aarau? «Die ganze Zeit hat mich geprägt», sagt er. Vielleicht sei es auch der Schritt in die Sportschule gewesen, weil «man da gemerkt hat, dass es nicht nur Plausch ist.»

Nun folgt im Sommer also der grosse Schritt in die Bundesliga, in die «beste Liga der Welt», wie sie genannt wird.

Zuvor will «Mani» aber mit dem HSC Suhr Aarau noch einmal alles dafür geben, möglichst erfolgreich abzuschneiden – in der Meisterschaft und im Cup-Wettbewerb. Schon jetzt bedankt er sich beim Verein und vor allem auch bei den Fans für die Unterstützung.

«Jedes Heimspiel in der Schachenhalle weckt so viele Emotionen in einem Spieler, besonders in mir, weil ich schon immer da gespielt habe. Ich freue mich nun auf die zweite Saisonhälfte und auf eure tatkräftige Unterstützung, die mich und meine Teamkollegen zu Höchstleistungen anspornt.»

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