Im Kampf gegen gebietsfremde Pflanzen- und Tierarten gibt sich der Aargauer Grosse Rat vereint. Einstimmig bewilligte das Parlament einen Kredit von 14,845 Millionen Franken für die Neobiota-Strategie. Das Geld soll bis 2027 ausreichen.
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Der Grosse Rat des Kantons Aargau. (Archivbild) - Keystone

Invasive Neobiota bedrohen gemäss Botschaft des Regierungsrats die einheimische Artenvielfalt, beeinträchtigten Ökosysteme und verursachten Probleme auf landwirtschaftlich genutzten Flächen..

Die gebietsfremden Arten gefährdeten auch die Gesundheit der Bevölkerung und verursachten Schäden an Infrastrukturen. Schon heute sei der volkswirtschaftliche Schaden beträchtlich. Je länger mit Gegenmassnahmen zugewartet werde, desto teurer würden diese in Zukunft.

Im Parlament unterstützten alle Fraktionen die Strategie und den Millionenkredit. Alle müssten am gleichen Strick ziehen, hiess es. Dass der Kanton die Massnahmen koordiniert, stiess auf Zustimmung.

Der Kredit fliesst zu einem grossen Teil an die kantonale Abteilungen Landschaft und Gewässer, Umwelt, Wald und Landwirtschaft. Der Kanton will auch die Gemeinden und Freiwillige im Kampf gegen die gebietsfremden Arten beraten und unterstützen.

Die artfremden Pflanzen setzen sich gegen einheimisches Pflanzen durch und verdrängen diese. So ist das bis vor wenigen Jahren noch eher unauffällige Einjährige Berufkraut heute an Strassenrändern, in Brachflächen, in Wiesen und Weiden sowie selbst entlang von Waldstrassen in grossen, oft dichten Beständen zu finden.

Das schön aussehende Einjährige Berufkraut, das ursprünglich aus Nordamerika stammt, überwuchert die einheimischen Arten und führt zu landwirtschaftlichen Ertragseinbussen sowie erhöhte Bewirtschaftungsaufwände.

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