Zollkrieg eskaliert: China droht mit Auto-Importzöllen

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    Keystone-SDA, Gerrit Fredrich

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    China erwägt eine Erhöhung von Zöllen auf importierte Autos, was auch deutsche Hersteller treffen könnte.

    E-Autos aus China
    China erwägt eine Erhöhung von Zöllen auf importierte Autos. (Archivbild) - XinHua/dpa

    Im Schlagabtausch zwischen China, der EU und den USA gibt Peking einen weiteren handelspolitischen Warnschuss ab. Diesmal geht es um Auto-Importe. Auch deutsche Hersteller könnten betroffen sein.

    Das Handelsministerium hat Experten sowie Industrieverbände und Branchenvertreter eingeladen, um Meinungen und Vorschläge zu einer Erhöhung von Zöllen auf importierte Verbrenner-Autos mit grossen Motoren einzuholen, wie die Behörde in Peking mitteilte. Nähere Angaben zu den Teilnehmern oder Ergebnissen des Treffens machte das Ministerium nicht.

    Zusatzzöllen auf Elektroautos

    China treibt damit eine weitere mögliche Gegenmassnahme voran, nachdem die EU jüngst zum Ärger Pekings ihre Angaben zu Zusatzzöllen auf Elektroautos aus der Volksrepublik angepasst hatte. Nach Ansicht der EU-Kommission führen chinesische Subventionen auf E-Autos aus Fernost zu einer Marktverzerrung in der Europäischen Union.

    Bereits im Mai hatte die chinesische Handelskammer in Brüssel als Reaktion auf die damals noch drohenden Zusatzzölle vor einer Zollerhöhung auf nach China importierte Autos gewarnt. Damals hiess es unter Berufung auf «Insider», dass die betroffenen Fahrzeuge mit einer Abgabe in Höhe von 25 Prozent belegt werden könnten.

    Deutsche Autobauer im Visier

    Diese mögliche Massnahme habe «Auswirkungen auf europäische und amerikanische Automobilhersteller, insbesondere angesichts der jüngsten Entwicklungen», teilte die Kammer damals mit. Von Importzöllen wären auch deutsche Autobauer merklich betroffen.

    Die USA hatten chinesische E-Autos bereits mit hohen Strafzöllen belegt. In der EU steht noch aus, ob die Strafzölle tatsächlich erhoben werden. Die Kommission muss die Entscheidung unter den 27 EU-Staaten abstimmen lassen. Bis Ende Oktober soll es Klarheit geben.

    China kritisierte das Vorgehen scharf und warf der EU unter anderem Protektionismus sowie eine Verletzung der Interessen von Verbrauchern in Europa vor. Parallel nimmt China bereits aus der EU importierte Waren in Anti-Subventionsuntersuchungen unter die Lupe. Dazu gehören Branntwein, Schweinefleisch und bestimmte Milchprodukte.

    Kommentare

    User #1987 (nicht angemeldet)

    Höchst geistreich, das "Wie du mir - so ich dir-Spiel". Können die nicht mit einander reden wie normale Leute!?

    User #6056 (nicht angemeldet)

    China EAutos sind staatlich subventioniert bis zum nichtmehrgeht.

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